Archiv für die Kategorie 'Kreistagsfraktion'

Jahresrechnung 2009

Kreistagssitzung 26. 07.2010                                                     Redebeitrag Dora Pfeifer-Suger   

 Sehr geehrte Frau Störr-Ritter, sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2009 war in Folge der Finanzkrise von finanzieller Unsicherheit und erheblichen Herausforderungen im Sozialbereich geprägt.

Die Finanzausgleichszahlungen wurden unter dem Jahr gekürzt, gleichzeitig stiegen die Kosten im Sozialbereich. Die höheren Ausgaben im Verwaltungshaushalt führten zu einer reduzierten Zuführung an den Vermögenshaushalt und schlussendlich zu einem Defizit von 1,7 Millionen Euro. (Dies wurde von meinen Vorrednern bereits ausführlich  beschrieben)

Der Zuschussbedarf des Sozialbereichs lag um 7 Millionen Euro höher als im Jahr 2008.  Der Zuschussbedarf für die Wohnungskosten nach SGB II sind enorm gestiegen und beliefen sich auf knapp 1,8 Millionen über dem Anschlag. Dabei sind die vom Sozialamt bzw. der ARGE akzeptierten Mietkosten niedriger angesetzt sind als die im Landkreis üblichen Mieten.

Vor allem bei Menschen mit niedrigen Einkommen, z. B. in Leiharbeit Beschäftigte, reicht der Verdienst oft nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, und der Lohn muss durch Leistungen nach SGBII aufgestockt werden.  Spätestens bei einsetzender der Kurzarbeit oder mit einsetzender Arbeitslosigkeit sofort in den SGB II-Bezug, weil das Arbeitslosengeld 1 nicht ausreicht um den Mindestbedarf zum Leben zu decken.

Zu großer Sorge Anlass gibt der anhaltende steigende Bedarf der Jugendhilfe, in 2009 mit 1,8  Millionen €. Auch in den kommenden Jahren muss in diesem Bereich mit steigenden Kosten gerechnet werden. Teilweise wurden die höheren Kosten durch neu auf den Landkreis übertragene Aufgaben wie im Bereich der Kinderbetreuung verursacht.

Aber vor allem ist hier deutlich ein Zusammenhang zwischen zunehmender Verarmung  durch prekäre Arbeitsverhältnisse und ALG-II-Bezug und steigendem Jugendhilfebedarf zu erkennen.

Die Forderung der Wirtschaft nach billigeren Arbeitskräften hat ihren Preis. Wo trotz langen Arbeitszeiten der Lohn nicht reicht, um selbst eine kleine Familie zu ernähren, wo Leistungsdruck und Angst um den Arbeitsplatz Menschen krank macht, zahlen die Schwächsten in der Gesellschaft – die Kinder – den höchsten Preis. Der Bedarf im Jugendhilfebereich und im Sozialbereich wird aufgrund der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation auch in nächsten Jahren ansteigen.

Die Weichen werden im Bund und im Land gestellt. Die Zeche zahlen die betroffenen Menschen und die Landkreise und Gemeinden.

Immer mehr Aufgaben werden auf die Gemeinden übertragen, der Finanzausgleich, die Beteiligung der Kreis und Gemeinden am Steueraufkommen, wird aber nicht entsprechend angepasst und der Bund will die Beteiligung an den Wohnungskosten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger weiter reduzieren.

Hier müssen deutliche Signale an die Bundes- und Landesregierung gesendet werden. Denn für die Kreise und Gemeinden ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer bestellt, sprich die Gesetze erlässt und die Aufgaben verteilt muss auch das Geld dafür bereitstellen.

Auch im Bereich der Verwaltungsreform bleibt ein Defizit beim Landkreis, das sich in 2009 auf ca. 300.000.- € beläuft.

In den nächsten drei Jahren werden die Ausgleichszahlungen des Landes zum erreichen der so genannten Effizienzrendite um 1 Million € gekürzt werden. Wie diese 1 Million € durch weiteren Abbau von Personal kompensierte werden soll ist aus unserer Sicht mehr als fragwürdig.

Zudem soll das Vermessungsgesetz geändert und durch die zwingende Vergabe weiterer Vermessungsleistungen an öffentlich bestellte Vermessungsingenieure die Privatisierung von Vermessungsleistungen vorangetrieben werden.

Diesem Vorhaben muss eine klare Absage erteilt werden. Das Land betreibt hier Klientelpolitik zu Lasten der Landkreise. Das Defizit das durch den Gebührenausfall entsteht kann nicht so schnell durch weiteren Personalabbau ausgeglichen werden.  

Die Haupteinnahmequelle des Landkreises ist die Kreisumlage. Dies muss den  Zuschussbedarf des Sozialbereichs decken.

Auch die Kosten, die für die 8 Kreisgymnasien anfallen sollten durch die Kreisumlage gedeckt werden.  Schließlich ist es eine Ausnahmesituation, dass allgemein bildende Gymnasien sich in der Trägerschaft eines Landkreises befinden. Normalerweise liegt diese bei Städten oder Gemeinden.

Der Zuschussbedarf im Sozialbereich belief sich auf bei 76.900.000.- €. Für die Kreisgymnasien wurden in 2009 etwa 7 Millionen € aus dem Kreishaushalt bezahlt.

Die Kreisumlage erbrachte gerundet 79.500.000 €.

Das bedeutet, dass 4,4 Millionen € nicht durch die Kreisumlage abgedeckt waren und diese eigentlich um etwa 1,8%punkte höher hätte sein müssen. Bei allem Verständnis für die schwierige Finanzsituation der Gemeinden muss aber auch hier gelten, wenn der Landkreis für die Gemeinden Aufgaben übernimmt, muss die Kreisumlage auch die Kosten decken.

Die finanzielle Situation wird sich in den kommenden Jahren eher verschärfen. Zurückgehende Zuweisungen vom Land an Gemeinden und Kreise stehen steigenden Ausgaben gegenüber. Die Bundesregierung wird sich endlich bewegen müssen um die kommunalen Haushalte vor dem Ruin zu retten. Die Gewerbesteuer muss auf eine breitere Basis gestellt werden. Zudem müssen die Kommunen über den Finanzausgleich so ausgestattet werden, dass sie die ihr übertragenen Aufgaben auch erfüllen können.

Erstellt am Montag, 26. Juli 2010
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PM Grüne Kreistagsfraktion fordert bessere Information der Öffentlichkeit zu Fessenheim

6. Juli 2010

Pressemitteilung

Eine Berichterstattung über die Sitzungen der lokalen Informations- und Kontrollkommissi-on (CLIS) zu Fessenheim in der darauf folgenden öffentlichen Kreistagssitzung fordert die Grüne Kreistagsfraktion in einem Antrag. Zudem wollen die Grünen, dass den Kreisräten die Sitzungsprotokolle der CLIS in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt werden.

Durch eine Gesetzesänderung in Frankreich wurde die seit der Inbetriebnahme des Atom-kraftwerks bestehende lokale Kontrollkommission CLS in CLIS geändert, wodurch die Öff-nung für Mitglieder aus Deutschland möglich wurde. Dadurch sollte mehr Transparenz her-gestellt und der Informationsfluss für die Bevölkerung auf der deutschen Seite verbessert werden. Seit Anfang 2009 sind Landrätin Dorothea Störr-Ritter und Regierungspräsident Julian Würtenberger Mitglieder in der CLIS. „Von einem besseren Informationsfluss und mehr Transparenz ist aber bisher nichts zu spüren gewesen“, erklären Martin Richter und Dora Pfeifer-Suger. „Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass die Bevölkerung bes-ser und umfassender informiert wird“. Mehr Transparenz und eine umfassendere Informa-tion der Bevölkerung sei gerade in Bezug auf das Atomkraftwerk Fessenheim dringend erforderlich, argumentieren die Grünen. „Die Sorge und Unsicherheit in der Bevölkerung über den Sicherheitszustand des ältesten Atomkraftwerk Frankreichs ist groß und die Menschen haben ein Recht auf umfassende Information“. Daher begrüßt die Kreistagsfrak-tion, dass jetzt die als nichtöffentlich angekündigte Information zum Atomkraftwerk Fes-senheim und zur CLIS in der Sitzung des Ausschusses für Grenzüberschreitende Zusam-menarbeit nach Intervention der Grünen am 12. Juli öffentlich stattfindet.

Erstellt am Dienstag, 6. Juli 2010
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Antrag auf öffentliche Behandlung im Ausschuss für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

An Frau Landrätin Dorothea Störr-Ritter       5. Juli 2010

Antrag

AGZ – Sitzung am 12.07.2010
Öffentliche Behandlung für den Tagesordnungspunkt 1

Die Kreistagsfraktion der Grünen beantragt:

1. den Tagesordnungspunkt 1, Bericht zum Atomkraftwerk Fessenheim, öffentlich zu behandeln und wegen Wahrung der Einladungsfrist noch einmal ent-sprechend einzuladen.

2. zusätzlich ein Mitglied aus der Kommission unabhängiger Wissenschaftler (GSIEN) einzuladen, die unter Leitung der Physikerin Monique Sené die Un-tersuchungen in den letzten Monaten begleitet haben.

Begründung:

Die nichtöffentliche Behandlung dieses Tagesordnungspunktes widerspricht dem Informa-tionsrecht der Bürgerinnen und Bürger und deren berechtigtem Interesse an den Vorgän-gen im Atomkraftwerk Fessenheim und an dessen Zustand. Es ist nicht nachvollziehbar, warum diese Sachverhalte und Informationen der Öffentlichkeit vorenthalten werden sol-len. Eine Behandlung hinter verschlossenen Türen wird das Misstrauen und die Sorge der Bevölkerung bezüglich der Sicherheit des Atomkraftwerks noch verstärken.

Nach der Landkreisordnung ist die nichtöffentliche Behandlung von Tagesordnungspunk-ten dann vorgesehen, wenn es das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen einzelner erfordert oder bei Vorberatungen in den Ausschüssen für den Kreistag. Da es sich laut der Vorlage nicht um eine Vorberatung, sondern um eine Information handelt und weder das öffentliche Wohl, noch ein berechtigtes persönliches Interesse einzelner den Ausschluss der Öffentlichkeit erfordern, sondern im Gegenteil ein, großes berechtigtes öffentliches

Interesse an diesem Thema besteht, halten wir es für geboten, diesen Tagesordnungs-punkt öffentlich zu verhandeln.

Vor etwa 2 Wochen veröffentlichte die Kommission unabhängiger Wissenschaftler ihren Bericht zum Zustand von Block 1 des Atomkraftwerks Fessenheim. Im Sinne einer ausgewogenen und neutralen Darstellung des Sachverhalts und einer umfassenden Information halten wir es für wichtig, eine Wissenschaftlerin bzw. einen Wissenschaftler aus dieser Kommission zur Sitzung des AGZ einzuladen.

Barbara Schweier, Dr. Martin Richter, Dora Pfeifer-Suger

Anhang (pdf)

Erstellt am Montag, 5. Juli 2010
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Antrag Information des Kreistags und der Öffentlichkeit über die Sitzungen der CLIS

An Frau Landrätin Dorothea Störr-Ritter                             1. Juli 2010

1. Wir beantragen hiermit, jeweils nach einer Sitzung der CLIS in der darauf fol-genden öffentlichen Sitzung des Kreistags über die dort behandelten Punkte zu berichten. Nur so kann Transparenz und ein kontinuierlicher Informations-fluss für die Bevölkerung erreicht werden.

2. Bitten wir Frau Landrätin Störr-Ritter, eine deutsche Fassung der Sitzungs-protokolle der CLIS den Kreisrätinnen und Kreisräten zur Verfügung zu stel-len.

Begründung:
Durch eine Gesetzesänderung in Frankreich wurde die seit der Inbetriebnahme des Atom-kraftwerks bestehende lokale Kontrollkommission CLS in CLIS geändert, wodurch die Öff-nung für Mitglieder aus Deutschland möglich wurde. Dadurch sollte mehr Transparenz her-gestellt und der Informationsfluss für die Bevölkerung auf der deutschen Seite verbessert werden.

Seit Anfang des Jahres 2009 ist Frau Störr-Ritter stimmberechtigtes Mitglied in der CLIS, der lokalen Information- und Kontrollkommission zum Atomkraftwerk Fessenheim. Die bis-herige Information der Öffentlichkeit über die Sitzungen der CLIS und der dort behandelten Themen durch die Presse ist bei weitem nicht ausführlich genug. Mehr Transparenz und eine umfassendere Information der Bevölkerung ist gerade in Bezug auf das Atomkraft-werk Fessenheim dringend erforderlich. Durch eine regelmäßige Berichterstattung in den öffentlichen Kreistagssitzungen kann diese Lücke geschlossen werden.

Dr. Martin Richter         Dora Pfeifer-Suger             Barbara Schweier

Erstellt am Donnerstag, 1. Juli 2010
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Grüne wandern mit Naturzentrum Kaiserstuhl – Unsichere Zukunft für Kulturlandschaft Kaiserstuhl

2010naturzentrum
Reinhold Treiber (Naturzentrum) und Björn Bader (Winzerkreis) erklären Bärbl Mielich MdL, Kerstin Andreae MdB und Kreisrätin Gerlinde Westermayer den Zusammenhang zwischen der Rebenlandschaft Kaiserstuhl und der vielfältigen Tierwelt.

Um Naturschutz, Tourismus und Weinbau am Kaiserstuhl drehte sich alles auf einer Wanderung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae, ihrer Landtagskollegin Bärbl Mielich, der Kreisrätin Gerlinde Westermayer und weiteren Grünen-Mitgliedern in den Reben bei Ihringen, organisiert durch das Naturzentrum Kaiserstuhl.

Reinhold Treiber und Birgit Sütterlin vom Naturzentrum haben Sorge, wie auch Hanspeter Schillinger von der Winzergenossenschaft Ihringen, dass mit Ende des Anbaustopps für Weinreben die Kulturlandschaft Kaiserstuhl in Gefahr ist. Kerstin Andreae zog Parallelen zur Milchdebatte: »Die EU scheint in der Landwirtschaft nur eine Richtung zu kennen. Ein Wachsen oder Weichen zerstört aber die wirtschaftliche Basis der Winzer, denn die sinkenden Preise durch die Überproduktion kann sich kaum ein Winzer im Kaiserstuhl leisten.«

Bärbl Mielich erinnerte an die 1980er Jahre, als der Anbaustopp eingeführt wurde: »2015 kommt die Rolle rückwärts und mit ihr das Aus für besondere Lagen.«

Der Diplom-Biologe Treiber wies auf den Zusammenhang zwischen Naturvielfalt und Weinbau hin. Der Lößboden des Kaiserstuhls, die besondere Beschaffenheit der Weinterassen und die »gebietsheimische Begrünung« seien ideale Refugien für Wildbienen, Smaragdeidechsen, Schmetterlinge und seltene Vogelarten wie Wiedehopf und Neuntöter. Die Grünen lobten das Engagement um das Naturzentrum, das wichtig sei, um die Bedeutung der einzigartigen Landschaft des Kaiserstuhls zu begreifen.

Erstellt am Montag, 28. Juni 2010
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PM Grüne halten Behindertenbeirat und Behindertenbeauftragte/n für Breisgau-Hochschwarzwald für dringend erforderlich.

 12. Juni 2010

Mit einem Antrag an den Kreistag will die grüne Kreistagsfraktion die Einrichtung eines Behindertenbeirats und eines Behindertenbeauftragten voranbringen.

 „Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald unterstützt die Einrichtung eines gewählten Behindertenbeirats und eines Behindertenbeauftragten als eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Anlauf- und Ombudsstelle für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen“, lautet der Beschlussantrag.

Die im März 2009 in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention erfordert für alle Beteiligten ein Umdenken in allen Bereichen und die Umsetzung in die Praxis verlangt erhebliche Veränderungen. Dabei kann ein Behindertenbeirat wertvolle Dienste leisten, da die Bedürfnisse und Erfordernisse von Menschen mit Behinderung durch die Betroffenen selbst am besten eingebracht werden können.

„Wir halten die Einrichtung eines gewählten Behindertenbeirats und eines oder einer Behindertenbeauftragten für dringend erforderlich“, erklären Dora Pfeifer-Suger und Elisabeth Battke, die beiden sozialpolitischen Sprecherinnen der Grünen Kreistagsfraktion. „Mit dem oder der vom Behindertenbeirat gewählten Behindertenbeauftragte/n  streben wir eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen an, sozusagen eine Ombudsstelle, die bei Unstimmigkeiten mit Leistungserbringern und Leistungsträgern auch als Vermittlungsstelle auftreten kann“.

Die LIGA der freien Wohlfahrtverbände hat einen praktikablen Vorschlag ausgearbeitet, der aus Sicht der Grünen Kreistagsfraktion eine gute Grundlage für weitere Schritte darstellt.

Erstellt am Samstag, 12. Juni 2010
Kategorie: KT Presse, Kreistagsfraktion | Kommentieren »

Antrag: Einrichtung eines gewählten Behindertenbeirats und einer bzw. eines Behindertenbeauftragteng

An Frau Landrätin  Dorothea Störr-Ritter                                   1. Juni 2010

  Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen stellt folgenden Antrag zur Behandlung und Abstimmung im Kreistag:

 Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald unterstützt die Einrichtung eines gewählten Behindertenbeirats und eines Behindertenbeauftragten als eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Anlauf- und Ombudsstelle für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen.

 Begründung:  

Wir halten die Einrichtung eines gewählten Behindertenbeirats und einer oder eines Behindertenbeauftragten, die/der vom Behindertenbeirat gewählt wird, für dringend notwendig. Die Liga der freien Wohlfahrtsverbände hat einen Vorschlag ausgearbeitet, der im großen Ganzen praktikabel ist und in die Praxis umgesetzt werden kann.

 Die im März 2009 in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention erfordert für alle Beteiligten ein Umdenken in allen Bereichen und die Umsetzung in die Praxis verlangt erhebliche Veränderungen. Dabei kann ein Behindertenbeirat wertvolle Dienste leisten, da die Bedürfnisse und Erfordernisse von Menschen mit Behinderung durch die Betroffenen selbst am besten eingebracht werden können.

 Die oder der Behindertenbeauftragte soll eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Anlauf und Ombudsstelle für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen sein, der bei Unstimmigkeiten mit Leistungserbringern und Leistungsträgern als

 Vermittler auftritt. Dadurch können Missverständnisse schneller geklärt und Kontroversen leichter beigelegt werden. Mit sehr geringen Kosten kann so eine Service- und Vermitt-

lungsstelle für Menschen mit Behinderung geschaffen werden, die für alle Beteiligten Vorteile bringen wird.  

 Barbara Schweier                                                               Dora Pfeifer-Suger

Erstellt am Dienstag, 1. Juni 2010
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Sitzung der Kontrollkommission – Störfälle in Fessenheim

                                                                               19. 02.2010

 Sehr geehrte Frau Störr-Ritter,      

 im Atomkraftwerk Fessenheim haben sich in den letzten Monaten zwei Störfälle ereignet, die erneut Anlass zur Besorgnis hinsichtlich des Zustandes des Atomkraftwerks geben und über deren Ursachen und Hintergründe es noch Informationen bedarf.

 Wir bitten Sie deshalb bei der in Kürze anstehenden Sitzung der Kontrollkommission die beiden unten aufgeführten Zwischenfälle anzusprechen und auf Informationen und Aufklärung zu dringen.

  1.  Ende Oktober war bekannt geworden, dass aus einem Leck in einer Treibstoffleitung zur Versorgung der Notstromaggregate größere Mengen an Dieselöl ausgetreten waren und zu einer Verunreinigung des Grundwassers geführt hatten. Aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich geht hervor, dass nicht geklärt ist ob es sich um eine oder mehrer lecke Stellen handelt und wo diese sich befinden.Weiter ist nicht bekannt, ob die Leitung mittlerweile stillgelegt ist und ob bzw. wie die Treibstoffversorgung der Notstromaggregate beim Eintritt eines Störfalls erfolgt und wie diese bei einem Totalabriss der Treibstoffleitung gesichert ist. Unklar ist auch warum bei der Kontrolle im September das Leck oder evtl. Korrosionsschäden nicht entdeckt wurden
  2.  Am 27. Dezember 2009 hatte sich ein weiterer schwerwiegender Zwischenfall ereignet. Beim Wiederanfahren von Block 2 des Atomkraftwerks Fessenheim waren Pflanzenreste in das Kühlsystem gelangt und hatten dieses teilweise verstopft. Glücklicherweise hatte die reduzierte Durchsatzleistung ausgereicht, um in ausreichendem Maße Wärme abzuführen. Hier gilt es zu klären, wie es passieren konnte, dass ein Trommelsieb aus einer Verankerung gesprungen und größere Mengen Pflanzenreste in den Kühlkreislauf gelangen konnten.
  3.   Im Atomkraftwerk Fessenheim gibt es Probleme mit Dampferzeugern. Vibrierende Röhren stellen ein gewisses Sicherheitsrisiko dar, da es leicht zu Leckagen kommen kann.  Bereits im März 2008 war Radioaktivität durch ein Leck in den Sekundärkreislauf gelangt.

Auch hier besteht erheblicher Klärungsbedarf wie das Problem gelöst werden soll und ob die Dampferzeuger ausgetauscht werden sollen.

  Für Ihre Bemühungen sehr herzlichen Dank

 Mit freundlichen Grüßen

 Dr. Martin Richter

Erstellt am Freitag, 19. Februar 2010
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Antrag Umgestaltung „Rimsinger Ei“ zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Beseitigung des Unfallschwerpunkts

An Frau Landrätin  Dorothea Störr-Ritter    5. Februar 2010                            

Sehr geehrte Frau Landrätin  Störr-Ritter,

 nach Verlautbarungen aus dem Innenministeriums, konnte die Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich B31 / L134 / K4999 , sogenanntes „Rimsinger Ei“, trotz mehrfachen Verkehrsschauen und daraus folgenden geänderten Beschilderungen  bislang nicht erhöht werden.

 Die Fraktion B90/Die Grünen sieht dringenden Handlungsbedarf , diesen Kreuzungsbereich  mit seiner komplizierten, atypischen Verkehrsführung baulich umzugestalten, um diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen.

 Begründung:

 In den letzten fünf Jahren haben sich dort laut Auskunft des Innenministeriums vom 26.10.09 auf eine Anfrage (Drucksache 14/5203) von Bärbl Mielich, MdL,

  •  38 statistikrelevante Verkehrsunfälle
  • mit 24 leicht- und 4 schwerverletzten Personen ereignet.

 Als Unfallursache werden Vorfahrtsverletzungen genannt, obwohl der bauliche Zustand der Verkehrseinrichtung ohne Mängel und die Sichtverhältnisse nach Aussage des Ministeriums gut seien. Wir sehen darin den Beweis, dass mancher Verkehrsteilnehmer mit diesem komplizierten Straßengeflecht und der atypischen Verkehrsführung überfordert ist.

 Zur Behebung der Problematik wurde vom Ministerium in Aussicht gestellt, dass im Rahmen eines in Kürze zu erfolgenden Ortstermins die Anordnung einer Fahrstreifenverengung der B31 mittels Markierungen und Baken geprüft werden solle. Tatasache ist, dass bislang alle Bemühungen durch Änderungen der Beschilderung und Markierung diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen, gescheitert sind.

   Mit einer Umgestaltung des „Rimsinger Ei´s“ zu einem oval ausgestalteten Kreisverkehrsplatz, wie von Bärbl Mielich angeregt, würde man laut Aussage des Ministeriums aufgrund der unterschiedlichen Verkehrsbelastung auf den insgesamt fünf Ästen keine signifikante Erhöhung der Verkehrssicherheit erreichen können. Die Streckencharakterisitik der B31 würde durch solch eine Anlage unerwartet unterbrochen, mit entsprechenden verkehrlichen und sicherheitsrelevanten Nachteilen wäre zu rechnen.

Dieser Argumentation können wir uns nicht anschließen. Kreisverkehrsplätze auf Bundesstraßen sind inzwischen weit verbreitet und auch akzeptiert. Unsere Nachbarn in Frankreich machen es uns schon seit Jahren vor. Durch eine entsprechende Beschilderung und einer stationär überwachten Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Bereich könnte die Verkehrssicherheit zusätzlich erhöht werden.

 Die Fraktion B90/Die Grünen regt zur Entschärfung des Unfallschwerpunkts „Rimsinger Ei“

  •  eine bauliche Umgestaltung des Kreuzungsbereichs B31 / L134 / K4999  zu einem oval ausgestalteten Kreisverkehrsplatz  (siehe Anlage):  Ergänzung einer Schleife im südlichen Bereich und Schließung der Querverbindung sowie
  • eine stationär überwachte Geschwindigkeitsbegrenzung direkt vor und im Kreisverkehrsbereich an.

 Wir beantragen, dass die Verwaltung diese Umgestaltungsmaßnahmen auf ihre Machbarkeit überprüft und sie beim nächsten vom Ministerium bereits angekündigten Ortstermin vorstellt und  berücksichtigt.

 Wir sehen den Landkreis in der Verantwortung, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Beseitigung dieses Unfallschwerpunkts aktiv zu werden und entsprechende Eingaben an die dafür zuständigen Behörden in Bund und Land zu machen.

 Mit freundlichen Grüßen

 Karin Müller-Sandner

Für die Fraktion B90/Die Grünen

Erstellt am Freitag, 5. Februar 2010
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Neujahrsempfang 2010 in Kirchzarten

Heute fand der Neujahrsempfang des grünen Kreisverbands und der Kreistagsfraktion im Schülerhaus Dreisamtal in Kirchzarten statt. Bei Flickr gibt es ein paar Impressionen und weitere Infos.

Nachtrag (21.01.2010): Bericht der Badischen Zeitung zum Neujahrsempfang

Erstellt am Samstag, 16. Januar 2010
Kategorie: Kreistagsfraktion, Kreisverband, Neu & interessant | Kommentieren »