Rheintalbahn: Richtung stimmt, Geschwindigkeit nicht

Karlsruhe Railway Station sunset, max grain IIZur heutigen Informationsveranstaltung des Innenministeriums Baden-Württemberg zum Neu- und Ausbau der Rheintalbahn erklären Kerstin Andreae MdB und Bärbl Mielich MdL:

Die vom Innenministerium favorisierte Trassenführung der Rheintalbahn parallel zur Autobahn unterstützen wir. Damit kann der Ausbau der Rheintalbahn für die Betroffenen vor Ort so erträglich wie möglich gestaltet werden. »Hinsichtlich Lärm, Erschütterungen und Feinstaub sehe ich bei der autobahnparallelen Trassenführung weniger Betroffenheiten«, so die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae.

Auch die Forderungen des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein nach einer lärmabhängigen Maut und mehr Lärmschutz werden von den beiden südbadischen Abgeordneten unterstützt.

Besser als punktueller Lärmschutz wäre allerdings ein Umrüsten des rollenden Materials im Schienenverkehr. Hier wäre ein Investitionsprogramm von Bund und Land nachhaltig und sofort wirksam. Zudem muss sich die Bundesregierung für ein
europaweites Umrüstungsprogramm einsetzen, da auch viele ausländische Waggons auf deutschem Schienennetz fahren.

»Die Vorschläge, die wir heute gehört haben, klingen gut«, so die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich. »Wer allerdings die schätzungsweise 900 Millionen EUR Mehrkosten tragen soll, darüber schweigt sich die Landesregierung aus.« Das Land muss hier aber auch Verantwortung übernehmen und eigenes Geld für einen umwelt- und menschenverträglichen Ausbau der Rheintalbahn in die Hand nehmen. Den Worten müssen Taten folgen!

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>