Material/Bericht zur Schul-KMV

KMV zum Thema Bildung I
Von links nach rechts: Jürgen Langer, Gerlinde Westermayer und Helmut Gattermann

Unsere Kreismitgliederversammlung vor zehn Tagen hatte sich mit dem Thema der Schul- und Bildungspolitik befasst. Interessant waren dabei insbesondere die Vorträge und Kommentare unserer ReferentInnen.

  • Daher stehen jetzt die Folien zum Vortrag von Helmut Gattermann über das Konzept des Freiburger Bündnisses »Eine Schule für alle« zum Download bereit (als pdf).
  • Die nächste Vollversammlung dieses Bündnisses ist am Mittwoch, den 30. Juni 2010, um 19.00 Uhr im Werkspielhaus der Staudinger-Gesamtschule
  • »Amtliche« Informationen zur baden-württembergischen Schulpolitik gibt es im Kulturportal des Landes Baden-Württemberg oder beim staatlichen Schulamt.
  • Hingewiesen sei auch noch einmal auf die auf der KMV beschlossene Resolution zum Thema »Gemeinschaftsschule als Chance für den ländlichen Raum«.

Neben dem Schwerpunktthema Bildung haben wir auf der KMV die Satzung geändert und eine Kreisschiedskommission (Daniela Everts, Ralf Schmitt und Anselm Hirt) gewählt. Diskutiert wurden die Themen des Landesausschuss (26.6., Mannheim). Als Delegierte werden dort Bärbl Mielich, Till Westermayer und Trudis Fisch den Kreisverband vertreten.

Erstellt am Donnerstag, 24. Juni 2010
Kategorie: In Text & Bild, Kreisverband, Termin & Ort | Kommentieren »

Gemeinschaftsschule als Chance für den ländlichen Raum – Resolution

Resolution – Einstimmig beschlossen auf der Kreismitgliederversammlung des KV Breisgau-Hochschwarzwald von Bündnis 90/Die Grünen am 14. Juni 2010

Gemeinschaftsschule als Chance für den ländlichen Raum

Es ist absehbar, dass im ländlichen Bereich viele Gemeinden künftig ohne Hauptschulen sein werden. Viele Gemeinden verlieren damit die einzige weiterführende Schule am Ort. Gründe dafür sind nicht nur der Rückgang der Schülerzahlen, sondern auch ein sich stark änderndes Schulwahlverhalten: Die Hauptschule wird von vielen Eltern als Restschule gesehen. Es ist nachvollziehbar, dass sie dann versuchen ihre Kinder, wann immer es geht, auf die Realschule oder das Gymnasium zu bringen.

Tatsächlich hat das bestehende Schulsystem es nicht geschafft, mehr Chancengerechtigkeit herzustellen. Vielmehr fördert es die Chancenungleichheit. Die frühe Selektion im deutschen Schulsystem führt dazu, dass wie in keinem anderen OECD-Land die Bildungschancen von der sozialen Herkunft abhängen – eine Fehlentwicklung, die sich bis zum Zugang zu Hochschulen und Universitäten hinzieht. Wir Grüne wollen diese Zustände nicht länger hinnehmen.

Wir stellen uns eine Schule für alle Kinder vor – mit oder ohne Behinderung, weniger begabt und hochbegabt. Die Einrichtung einer solchen inklusiven Gemeinschaftsschule, in der alle Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse gemeinsam lernen, würde eine längst überfällige Modernisierung unseres Schulsystems ermöglichen. Ländervergleiche zeigen, dass eine sozial gerechte und leistungsstarke Schule nur als Schule für alle möglich ist.

Schülerinnen und Schüler aller Begabungen könnten nach dem erfolgreichen skandinavischem Vorbild länger voneinander und miteinander lernen. Die (aller)meisten Gemeinden behielten eine weiterführende Schule am Ort und würden ein Schulangebot für Schülerinnen und Schüler mit Real- bzw. Gymnasialempfehlung dazugewinnen. Mittelfristig könnte ganz darauf verzichtet werden, Schülerinnen und Schüler nach Schulartempfehlung zu sortieren.

Die Identifikation vieler Jugendlicher mit ihren Wohnorten und die Kooperationsmöglichkeiten von Schulen mit den kulturellen und sportlichen Gemeindeangeboten würde viele Impulse für das Vereins- und Gemeindeleben ergeben. Gleichzeitig würde der unsinnige Schülertourismus, der sich bereits jetzt durch die Einführung der Werkrealschule abzeichnet, wesentlich eingeschränkt werden.

Der Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald von Bündnis 90/Die Grünen fordert deshalb das Land auf, in einem ersten Schritt die Einführung einer inklusiven Gemeinschaftsschule an allen Orten zuzulassen, an denen sich die Gemeinden dafür aussprechen.

Erstellt am Dienstag, 15. Juni 2010
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Einladung zur Kreismitgliederversammlung – Schwerpunkt »Schule der Vielfalt«

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Für Montag, 14. Juni 2010 lädt der Kreisvorstand zur nächsten Kreismitgliederversammlung ins Cafe Velo beim Hauptbahnhof Freiburg ein. Achtung: Beginn schon um 19 Uhr!

Themenschwerpunkt der Mitgliederversammlung ist das Lernen in der Schule der Vielfalt - wir wollen über Perspektiven gegen das Schulsterben auf dem Lande reden. Beiträge dazu wird es von Helmut Gattermann (Koordinierungsgruppe »Eine Schule für alle«, Freiburg; 35 Jahre Erfahrung als Lehrer an der Staudinger-Schule), Gerlinde Westermayer (Kreisrätin im Schulausschuss im Kreistag) und Jürgen Langer (Mitglied im Landeselternbeirat) geben.

Der Schwerpunkt »Schule der Vielfalt« beginnt um 20 Uhr. Einige Hintergrundinformationen dazu können dem Kreisrundbrief entnommen werden.

Von 19 bis 20 Uhr steht »Politisch-Organisatorisches« auf der Tagesordnung, u.a. die Wahl der Delegierten für den Landesausschuss am 26. Juni in Mannheim und eine Satzungsänderung zur Kreissschiedskommission.

Erstellt am Montag, 31. Mai 2010
Kategorie: Kreisverband, Termin & Ort | Kommentieren »

Sa., 7.11.2009: Modellprojekt »Eine Schule für alle« – Kongress in Freiburg

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Gerne weisen wir auf den vom AK Bildung des Kreisverbands Freiburg organisierten Kongress »Eine Schule für alle« hin, der am Samstag, den 7. November 2009 von 13.30-18.30 Uhr in der Katholischen Akademie, Wintererstr. 3 in Freiburg stattfindet. Der Kongress ist zugleich die Auftaktveranstaltung der Reihe »Länger gemeinsam lernen in Freiburg«.

Es wird gebeten, sich per eMail an kv (at) gruene-freiburg.de anzumelden.

Hintergrund

Länger gemeinsam lernen in Freiburg. Wo ist sie – die Schule, die hohe Leistungen mit Chancengleichheit verbindet? Lange glaubte man, hierzulande die pädagogische Zauberformel gefunden zu haben, bis internationale Schulvergleiche diese Illusion zerstörten. Das deutsche Schulwesen ist nur mäßig leistungsfähig und höchst ungerecht, so das Pisa-Zeugnis. In keinem vergleichbaren Land fallen Entscheidungen über Lebenschancen so früh, ist die soziale Herkunft so bestimmend für den späteren Schulerfolg.
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Erstellt am Sonntag, 18. Oktober 2009
Kategorie: Kreisverband, Neu & interessant, Termin & Ort | Kommentieren »

Mi., 21.1.2009: Chancengerechtigkeit in der Bildung – Veranstaltung mit MdL Renate Rastätter in Gundelfingen

In unserer Reihe »1000 Jahre Gundelfingen – vom Rückblick zum Ausblick auf eine zukunftsfähige Gemeinde« soll es diesmal um Chancengerechtigkeit in der Bildung gehen.

»Wir brauchen die bestmögliche schulische Förderung für jedes Kind unabhängig von seiner sozialen Herkunft. In einer Schule, die an den Stärken jedes Kindes ansetzt mit längerer gemeinsamer Lernzeit und individueller Förderung darf kein Kind mehr aussortiert und entmutigt werden.« steht auf der Homepage der bildungspolitischen Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Renate Rastätter MdL, und paßt auch als Hintergrund für unsere Veranstaltung.

Renate Rastätte wird einen einführenden Vortrag halten. Anschließend haben VertreterInnen der örtlichen Schulen und Initiativen die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen und auf den Vortrag Bezug zu nehmen. Alle am Thema Bildung Interessierten (Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen etc) sind dann eingeladen, mit Renate Rastätter und mit uns über neue Wege in der Bildungspolitik zu diskutieren und Möglichkeiten zur (schrittweisen) Umsetzung zu erörtern.

Fraktion und Ortsverband Gundelfingen laden herzlich ein, am Mittwoch, den 21. Januar um 20 Uhr, unsere Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Renate Rastätter MdL im Saal des Kultur- und Vereinshauses, Vörstetter Str. 7 in Gundelfingen zu besuchen.

Passend zum Thema Bildung: Die aktuelle Ausgabe der grünen Blätter (PDF).

Erstellt am Montag, 12. Januar 2009
Kategorie: OV Gundelfingen, Termin & Ort | Kommentieren »

KMV: Debatte um Wirtschaftspapier und Bildung

Auf der gestrigen Kreismitgliederversammlung wurden die beiden Hauptanträge für den Landesausschuss (hier nachzulesen) intensiv und lebhaft diskutiert. Bei der »grünen Marktwirtschaft« wurde im Lauf des Abends deutlich – nicht zuletzt dank der Hintergrundinformationen, die dazu von Reinhold Pix aus der Landtagsfraktion und von Silke Krebs aus dem Landesvorstand geliefert wurden – dass es sich eben nicht, wie vielfach wahrgenommen, um ein neues großes Wirtschaftspolitikpapier handeln soll, sondern dass die Zielsetzung vielmehr die ist, einmal deutlich zu machen, wie Ökonomie und Ökologie im Zeichen und in Zeiten des Klimaschutzes zusammengedacht werden können. Trotzdem wurde in der KMV bemängelt, dass kurze Verweise auf z.B. den Mindestlohn oder den BaWü-Beschluss zum Grundeinkommen angebracht wären. Klar wurde auch, dass noch so schöne Worte und Konzepte nichts nützen, wenn sie nicht in die Praxis umgesetzt werden – vom Gemeinderat bis zur Landesregierung.

Beim zweiten Hauptantrag zur Neukonzeption der LehrerInnen-Ausbildung war die einhellige Meinung, dass das Papier die richtige Zielsetzung hat und ein interessantes Konzept vorschlägt. An einem kleinen Punkt entzündete sich jedoch eine intensive Debatte: sind SchülerInnen in der Lage, wirklich eigenständig zu lernen – oder ist das ein Menschenbild, das nur aus »abgehoben-grüner Perspektive« passt? Aus dieser Debatte heraus entstand dann auch der einzige Änderungsantrag des Abends: statt, wie es im Papier heißt, dass SchülerInnen ihr Lernarbeit selbst planen sollen, möchte der Kreisverband hier ein »mitgestalten« einfügen.

Für den Landesausschuss als Delegierte gewählt wurden Michael Oberst, Bärbl Mielich und Manfred Westermayer.

Als zweites Thema der KMV ging es um die in ziemlich genau einem Jahr anstehenden Kommunalwahlen. Als Auftakt dazu soll am 18. Oktober, einem Samstag, ein ganztägiger Workshop zu Inhalten und Wahlstrategie stattfinden, der auch für Nichtmitglieder offen ist, die auf grünen Listen kandidieren wollen.

Erstellt am Dienstag, 10. Juni 2008
Kategorie: Kreisverband, Meinung & Debatte | Kommentieren »