Bürgermeister im Kreistag: Breisgau-Hochschwarzwald ganz vorne dabei

Landtag II
Landtag in Stuttgart

PRESSEMITTEILUNG der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg, Nr. 331/2009

Uli Sckerl: »Kreistage dürfen keine Bürgermeisterrunden werden«

Immer mehr Gemeindeoberhäupter in Baden-Württemberg kandidieren bei den Kreistagswahlen und werden aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrads dann auch gewählt. Dies ist das Ergebnis eines Antrags der Grünen, der jetzt vom Innenministerium beantwortet wurde. Der kommunalpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Uli Sckerl. »Der Anteil der Bürgermeister in den 35 Kreistagen wächst von Wahl zu Wahl. 2009 wurde mit einem landesweiten Durchschnitt von 30,4 % Bürgermeisteranteil an der Zahl aller Kreisräte ein neuer Rekord aufgestellt. Die Bürgermeister drücken damit den Kreistagen immer mehr ihren Stempel auf.«

Der Landtagsabgeordnete der Grünen, seit 25 Jahren selbst Kreisrat im größten Landkreis Rhein-Neckar, weiß aus Erfahrung, dass ein hoher Bürgermeisteranteil Spuren hinterlässt. Die Verzahnung gegenseitiger Abhängigkeiten von Landräten und Bürgermeistern sei für die kommunale Demokratie nicht förderlich. »Der Landrat übt die Rechtsaufsicht über die kreisangehörigen Gemeinden aus, deren Bürgermeister wiederum als Kreisräte die Tätigkeit des Landrats kontrollieren sollen. Das versperrt naturgemäß manchen kritischen Blick auf die Kreisverwaltungen, aber auch auf die Rathäuser. Da ist längst Sand im Getriebe, bei einem 30-Prozent-Anteil der Bürgermeister wird eine rote Linie überschritten«, so Uli Sckerl. Insgesamt gebe es beim Blick in die 35 Landkreise noch ein Gefälle. So haben die Landkreise Ortenau und Breisgau-Hochschwarzwald mit 45,5% und 45% die höchsten Bürgermeisterquoten. 18 der 35 Landkreise liegen bei 30 % und mehr. Nur 2 Landkreise blieben noch unter einem 20%-Anteil.

Die Bilanz der Kreistagswahlen gebe nun Anlass, sich erneut mit der Frage zu beschäftigen, »wie viele Bürgermeister ein Kreistag verträgt«. Wenn selbst der Landtag ab 2016 eine Unvereinbarkeit von Bürgermeisteramt und Abgeordnetentätigkeit vorsehe, gebe es begründeten Anlass, diese Frage für die Kreistage unvoreingenommen zu prüfen. »Niemand kann Interesse daran haben, dass die Kreistage immer mehr zu Bürgermeisterrunden werden. Schließlich gibt es parallel in allen Landkreisen die regelmäßigen Dienstversammlungen der Bürgermeister, deren Einfluss auf die Landräte traditionell groß ist. Auch ohne Sitz im Kreistag können Bürgermeister die Interessen ihrer Gemeinden wirkungsvoll vertreten«, sagte der Grünen-Sprecher abschließend.

Erstellt am Montag, 26. Oktober 2009
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PM: Bewertung des Wahlergebnisses durch den grünen Kreisvorstand

Pressemitteilung des KV Breisgau-Hochschwarzwald zum Wahlergebnis

Das Ergebnis des »Superwahltages« ist aus Sicht des Kreisvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen Breisgau-Hochschwarzwald sehr zufriedenstellend. Insbesondere die grünen Zuwächse in vielen Gemeinderäten werden begrüßt.

»Bei der Europawahl konnten wir unser Ergebnis halten und sind erneut zweitstärkste Kraft im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald vor der SPD. Mit 18,7 % liegen wir wieder an der Spitze der Flächenlandkreise in Baden-Württemberg«, so Kreisvorstandsmitglied Till Westermayer. Besonders erfreut zeigte sich der Kreisvorstand darüber, dass mit Franziska Brantner eine junge Grüne zur Europaabgeordneten gewählt wurde, die ihre ersten politischen Schritte im Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald unternommen hat.


Kreis Europawahl (GRÜNE %)
Landkreis Lörrach 17,0
Landkreis Emmendingen 17,2
Landkreis Konstanz 17,2
Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 18,7
Stadtkreis Ulm 20,0
Stadtkreis Karlsruhe 21,9
Stadtkreis Stuttgart 24,0
Landkreis Tübingen 24,2
Stadtkreis Heidelberg 28,6
Stadtkreis Freiburg im Breisgau 32,5

Zuwächse bei der Europawahl konnte der grüne Kreisverband insbesondere im Schwarzwald verzeichnen. »Wir interpretieren dass auch als deutliche Ablehnung einer landwirtschaftlich geprägten Region an die von der CDU unterstützte EU-Agrarpolitik«, so Till Westermayer weiter.

Bei der Kreistagswahl erreichten Bündnis 90/Die Grünen mit 14,1% ihr bisher bestes Ergebnis im Landkreis. Der Kreisvorstand dankt allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen in die grünen Ziele, den Landkreis ökologisch mobil, zukunftsstark und sozial zu machen. Die neue, wiederum neunköpfige Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wird etwa zur Hälfte aus »Neulingen« bestehen – neu allerdings nur in Bezug auf die Kreistagsarbeit; alle bringen vielfältige politische Erfahrungen mit. Till Westermayer kommentiert dieses Ergebnis wie folgt: »Das Kreistagswahlergebnis macht deutlich, dass die CDU im Landkreis keine Mehrheit mehr hat. Unsere neun Kreisrätinnen und Kreisräte werden dafür sorgen, dass dies in der Politik des Landkreises sichtbar wird. Getreu unserem Wahlkampfmotto rufen wir dazu auf, dabei mitzumachen und vor Ort oder in Zusammenarbeit mit der Fraktion einen ökologischen, sozialen und zukunftsstarken Landkreis mitzugestalten.«

Gewählt wurden am Sonntag auch die Gemeinderäte. In allen Gemeinden, in denen grüne oder grün-nahe Listen im Landkreis angetreten sind, konnten die Sitze gehalten oder ausgebaut werden. Westermayer: »Die Zahl der grünen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker ist damit erneut gewachsen. Wir sehen hierein ein deutliches Votum dafür, flächendeckend grüne Ziele umzusetzen.«

Die Ergebnisse in drei Gemeinden hebt der Kreisvorstand besonders hervor: »In Titisee-Neustadt haben wir die größte prozentuale Steigerung mit 6,4 Prozentpunkten Zugewinn auf jetzt 18,0% und zwei Sitzen mehr. Damit kann der Schwarzwald jetzt grün werden.«

»In Merzhausen erreichen wir das landesweit beste grüne Ergebnis überhaupt mit 34,1%. Was sonst nur in Universitätsstädten gelingt, klappt auch im Hexental: die stärkste Fraktion ist hier grün.«

»In Sulzburg konnte die neu gegründete Grüne Liste aus dem Stand heraus 14,0% und zwei Sitze erreichen. Diese beachtliche Leistung zeigt, dass die grünen Potenziale in den Gemeinden des Landkreises noch längst nicht ausgeschöpft sind.«

Erstellt am Dienstag, 9. Juni 2009
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2009: Bestes grünes Kreistagswahlergebnis im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bisher

Mit 14,1 Prozent konnte bei der Kreistagswahl das grüne Ergebnis des Jahres 2004 (13,7%) noch einmal leicht verbessert werden. Prozentual haben wir damit das beste grüne Kreistagswahlergebnis im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bisher erreicht. Die Fraktionsgröße ist mit neun KreisrätInnen gleich geblieben.

Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen und bedanken uns natürliche ebenso auch bei allen KandidatInnen auf den grünen Kreistagslisten.

Im Einzelnen sieht das Ergebnis wie folgt aus:

CDU 39,5% (bisher 45,2%) – 31 Sitze (-3)
FW 20,8% (bisher 18,8%) – 13 Sitze (+1)
SPD 16,2% (bisher 15,3%) – 10 Sitze
GRÜNE 14,1% (bisher 13,7%) – 9 Sitze
FDP 8,9% (bisher 7,1%) – 6 Sitze (+2)
LINKE 0,5% – kein Sitz

Für die neue grüne Fraktion wurden damit gewählt:

Wahlkreis I
Mössner
Wolfgang Mössner
Chemotechniker
56 Jahre, Ihringen

3013 Stimmen – neu im Kreistag

Wahlkreis II
Westermayer
Gerlinde Westermayer
Rentnerin
61 Jahre, Gundelfingen

1152 Stimmen

Wahlkreis III
Müller-Sandner
Dr. Karin Müller-Sandner
Zahnärztin, z.Zt. Hausfrau
57 Jahre, Schallstadt-Wolfenweiler
 
4067 Stimmen – neu im Kreistag
 
Wahlkreis IV
Faller
Adalbert Faller
Schreinermeister
59 Jahre, March-Hugstetten
 
2714 Stimmen, Ausgleichssitz
 
Wahlkreis V
Petersen
Uwe Petersen
Ingenieur
56 Jahre, Hartheim

2084 Stimmen – neu im Kreistag

Wahlkreis VII
Pfeifer-Suger
Dora Pfeifer-Suger
Büroangestellte, Kreisrätin
55 Jahre, Müllheim

3565 Stimmen

Wahlkreis VII
Dr. Martin Richter
Dr. Martin Richter
Arzt
61 Jahre, Müllheim

2879 Stimmen, Ausgleichssitz – neu im Kreistag

Wahlkreis VIII
Schweier
Barbara Schweier
Hausfrau und selbständige Lehrerin
49 Jahre, Kirchzarten

1891 Stimmen

Wahlkreis X
Leopold Winterhalder
Leopold Winterhalder
Kinobetreiber
48 Jahre, Titisee-Neustadt

3241 Stimmen

Informationen beim Landkreis

P.S.: Auf unseren Plakaten haben wir groß »Mach mit!« plakatiert. Das ist auch so gemeint – Kommentare sind hier auf der Website ebenso gern gesehen wie in Veranstaltungen oder im direkten Kontakt – und natürlich freuen wir uns auch über ein »Mitanpacken« in den grünen Ortsverbänden. Mehr zum Thema: Mitglied werden.

Erstellt am Montag, 8. Juni 2009
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Europawahl 2009: Ergebnisse liegen vor

Jürgen und Franziska II
Jürgen Trittin und Franziska Brantner in Freiburg

Das vorläufige Endergebnis für die Europawahl für den Kreis Breisgau-Hochschwarzwald liegt inzwischen vor (Gesamtergebnis 2009 im Vergleich zu 2004, Ergebnisse aus den Kreisgemeinden).

Demnach haben Bündnis 90/Die Grünen 18,7 % erreicht (2004: 18,9 %) und sind damit im Landkreis bei der Europawahl wie bereits 2004 zweitstärkste Kraft vor der SPD (16,8 %, -1,1) und nach der CDU (38,1 %, -8,3) geworden. Damit können wir sehr zufrieden sein. Herzlichen Dank für das Vertrauen in Bündnis 90/Die Grünen!

Beste »grüne« Europawahl-Gemeinde wurde übrigens Au – hier haben wir 29,6 % der Stimmen erreicht und liegen nur um drei Stimmen hinter der CDU.

Das bundesweite Endergebnis liegt aktuell noch nicht vor, den Hochrechnungen zufolge sind etwa 11,5 – 12 % zu erwarten. Auch das ist ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, das dazu beiträgt, Europa grüner zu machen. Auch in anderen Ländern Europas wie Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Griechenland konnten die grünen Parteien deutlich zulegen.

Ein besonderer Glückwunsch gilt Franziska Brantner, die auf Listenplatz 11 kandidierte und damit der neuen Europafraktion der Grünen angehören wird, und deren ersten grünen Schritte in unserem Kreisverband stattfanden. Alles Gute in Brüssel und Straßburg, Franziska!

Gespannt sind wir nun auf die Ergebnisse der Kreistags- und Gemeinderatswahlen, mit denen im Lauf des Montags zu rechnen ist.

P.S.: Übersicht der bereits ausgezählten Gemeinderatswahlen bei der Badischen Zeitung.

P.P.S: Das grüne Bundesergebnis sind nun 12,1 % und 14 Sitze (+1) – darüber freuen wir uns. Wer für alle Gemeinden Südbadens genau sehen will, wie die Europawahl 2009 im Vergleich zur letzten Wahl lief, findet übrigens inzwischen Tabellen bei der Badischen Zeitung (oder kann für jede Gemeinde beim Statistischen Landesamt nachschauen).

Erstellt am Sonntag, 7. Juni 2009
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Kommunalwahl 2009: Flyer auf dem Weg zu den Haushalten

Informationen über die grünen KandidatInnen und eine Kurzfassung des grünen Kreistagswahlprogramms – das ist der Inhalt des Wahlflyers, der sich derzeit in einer Auflage von 95.000 Stück auf dem Weg zu den Haushalten im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald befindet. Genauer gesagt: zu allen Haushalten, die kein »Werbung verboten«-Schild auf dem Briefkasten kleben haben. Denn auch Parteienwerbung im Wahlkampf wird als Werbung betrachtet.

Textseite des Flyers 1
Textseite des Flyers 1
Textseite des Flyers 2
Anklicken vergrößert: Flyer PDF bzw. PNG

Alle, die den Flyer nicht erhalten haben, oder die mehr wissen wollen, finden oben oder hier alle wichtigen Informationen zur Kreistagswahl 2009. Weitere Fragen beantworten wird selbstverständlich gerne, z.B. auf dem Weg über das Kommentarfeld zu diesem Beitrag.

Kommunalwahl 2009 - Mach mit am 7. Juni 2009

Erstellt am Sonntag, 17. Mai 2009
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Mach mit: Kreistagswahlprogramm 2009

Field impression II

1 Mit uns für nachhaltiges Wirtschaften im Ländlichen Raum
1.1 Grüne Energie- und Umweltpolitik – das Original!
1.2 Den ländlichen Raum stärken – Lebensqualität durch Nähe
1.3 Mobil im Landkreis – umweltgerecht und erschwinglich

2 Mit uns den ländlichen Raum sozial entwickeln
2.1 Kinderbetreuung – Vereinbarkeit von Beruf und Familie
2.2 Angebot und Zugang zu psychosozialen Beratungs- und Betreuungsangeboten
2.3 Lebensqualität im Alter
2.4 Menschen mit Behinderungen
2.5 Barrierefreiheit
2.6 Existenzsicherung für alle
2.7 Ausländische MitbürgerInnen integrieren!

3 Mit uns für gute Bildung im ländlichen Raum
3.1 So kann Schule auch aussehen
3.2 Jugendarbeit ausbauen

4 Mit uns im Landkreis mitbestimmen

* * *

Mit uns für nachhaltiges Wirtschaften
im Ländlichen Raum

Grüne Energie- und Umweltpolitik – das Original!

Zukunftsfähige Energiepolitik ist ein grünes Markenzeichen. Hier bleibt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald noch einiges zu tun. Mit uns für einen klimafreundlichen Landkreis:

  • Erfassung der Energiebilanz und umweltfreundlicher Öko-Strom für alle öffentlichen Gebäude im Landkreis – Umstieg der Versorgung öffentlicher Gebäude im Landkreis auf regenerative Energien
  • Abschaltung des AKW Fessenheim – Beitritt des Landkreises zum TRAS – Widerstand gegen die Renaissance der Schweizer Atomkraft (geplantes Endlager in Benken, geplanter AKW-Neubau in Gösgen)
  • Ausbau erneuerbarer Energien im Landkreis (Solarenergie, Wasser- und Windkraft, Biomasse) – Klimaschutz bedeutet auch: Förderung von Handwerk und regionaler Wirtschaft
  • Nutzung der brachliegenden Windenergiepotenziale statt Verhinderungspolitik via Regionalplan
  • Auswirkungen des Klimawandels auf Landwirtschaft und Tourismus jetzt schon berücksichtigen – Klimaschutz vor Ort umsetzen!
  • Flächensparende Bauleitplanung unter Berücksichtigung der Erkenntnisse neuer Studien (z.B. KOMREG, FLAIR) und der regionalen Klimaanalyse sowie eine verstärkte Konzentration auf eine sinnvolle Innenentwicklung sind zum Erhalt unserer Landschaft und mit Rücksicht auf das Klima unerlässlich.
  • Interkommunale Bauleitplanung vor allem bei Gewerbegebietsplanung – keine Kirchturmpolitik!

Den ländlichen Raum stärken – Lebensqualität durch Nähe

Unser Landkreis umfasst einige der vielfältigsten und schönsten Landschaften Deutschlands. Wir wollen diese Schönheit und Vielfalt erhalten. Mit uns das typische Mosaik aus Wald, Wiese und Weinbau stärken:

  • Landwirtschaft, Handel und VerbraucherInnen gemeinsam für eine gentechnikfreie Region Breisgau-Hochschwarzwald!
  • Landwirte als Energiewirte: Biogas, Sonnen- und Windenergie als zusätzliche Einnahmequelle – Genehmigungspolitik des Landkreises überdenken!
  • Unterstützung regionaler Wirtschaftskreisläufe, Erhalt der regionalen Wirtschaftsstruktur mit kleinen und mittleren Unternehmen, bäuerlichen Höfen, Handwerksbetrieben und Geschäften – krisenfest und klimafreundlich!
  • Förderung der Vermarktung und Erzeugung regionaler, vor allem ökologischer Produkte; auch in den Caféterien der kreiseigenen Schulen.
  • Den ländlichen Raum zukunftsfähig machen – Grundversorgung mit Ärzten und Geschäften auch in den ländlichen Gebieten erhalten!
  • Naturnaher Tourismus in den vielfältigen Regionen des Landkreises wird zum Markenzeichen.
  • Infrastruktur für Freizeitaktivitäten nur im Einklang mit dem Schutz der Landschaft – kein Parkhaus auf dem Feldberg!
  • Auch kleinere Orte im Landkreis müssen an das leistungsfähige DSL-Netz angeschlossen werden

Mobil im Landkreis – umweltgerecht und erschwinglich

Mit uns für eine Verkehrspolitik, die dem Klimaschutz verpflichtet ist, die aber auch weiß, dass Mobilität zur Lebensqualität dazu gehört – unabhängig vom Geldbeutel. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Erhalt und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

  • Der öffentliche Nahverkehr muss bezahlbar bleiben und in allen Orten im Landkreise eine echte, kundenfreundliche Alternative zum Auto darstellen.
  • Finanzielle Barrieren können durch ein »Sozialticket« für MitbürgerInnen mit niedrigem Einkommen abgebaut werden.
  • Öffentlicher Nahverkehr für alle erfordert barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen, Zügen und Bussen um auch RollstuhlfahrerInnen, älteren Menschen und jungen Familien mit Kinderwagen die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu ermöglichen.
  • Zum kundenfreundlichen Nahverkehr gehört das schnelle und unkomplizierte Lösen der Fahrscheine: mit Fahrscheinautomaten in den Zügen oder dem Fahrkartenverkauf durch das Zugpersonal.
  • Dazu gehören auch ein viertel- bis halbstündlicher Takt auf den Bahnstrecken, die Rücknahme von Zugstreichungen in den »Randlagen« und die Anbindung der nicht an den Bahnstrecken liegenden Orte mit einem Bus- oder Rufbusangebot. Wir wollen den Schienennahverkehr zeitnah ausbauen. Wir unterstützen die schnelle Realisierung des Konzepts »Breisgau-S-Bahn 2020«. Zur Beseitigung der bestehenden Engpässe ist es kurzfristig notwendig, Bahnsteige zu verlängern und zusätzliche Wagen einzusetzen.
  • Wir wollen den Personen- und Güterverkehr auf die Schiene verlagern. Für die Anbindung nach Basel und Mulhouse und für einen besseren Takt muss das 3./4. Gleis kommen.
  • Wir fordern ein nationales Programm zur Umrüstung von Zügen und für leisere Gleise – wirksamer Lärmschutz entlang des 3./4. Gleises muss gewährt sein.
  • Den Radtourismus und die Nutzung des Fahrrads im Alltag fördern: mit kostenloser Fahrradmitnahme im Nahverkehr und einer aktuellen Kreisradwegekarte.
  • Statt immer neue Straßen zu bauen, liegt unsere Priorität auf dem Erhalt der bestehenden Infrastruktur.

Mit uns den ländlichen Raum sozial entwickeln

Der Landkreis ist durch kleinere Städte und Gemeinden und dörfliche Zusammenhänge geprägt. Daneben steht die Anbindung an das Oberzentrum Freiburg mit weiteren vielfältigen sozialen und kulturellen Angeboten. Wir wollen den Strukturwandel des ländlichen Raums aktiv mitgestalten. Dazu gehört auch, die soziale Infrastruktur für das Leben mit Kindern bei gleichzeitiger Berufstätigkeit und für ein Älterwerden in Würde auszubauen.

Kinderbetreuung – Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Wir stehen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf über modische Rhetorik hinaus. Unser Ziel ist es, jeder Mutter und jedem Vater die Chance zu geben, flexibel erwerbstätig zu sein und ein Leben mit Kindern gestalten zu können:

  • Für flexible, ganztägige und bezahlbare Betreuungsangebote für alle Altersgruppen – Tagesmütter, Krippen, Kindergärten und Kinderhäuser, Horte und Ganztagesschulen – auch im ländlichen Raum. Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren nicht erst 2013!
  • Für eine vielfältiges Angebot pädagogischer Konzepte in der Kinderbetreuung.
  • Für Beratungsangebote und Hilfen des Kreises zum Thema »Vereinbarkeit«.
  • Eine enge Zusammenarbeit mit Hebammen und Entbindungspflegern, KinderärztInnen und Kinderkrippen ermöglicht es, frühzeitig zu erkennen, wenn in einer Familie Hilfe zur Selbsthilfe für die Bewältigung des täglichen Lebens und der Erziehung der Kinder notwendig ist. Familienhebammen können frühe, wirkungsvolle und unbürokratische Unterstützung bieten.

Angebot und Zugang zu psychosozialen Beratungs- und Betreuungsangeboten

Wir wollen die bestehenden psychosozialen Beratungsangebote erhalten und ausbauen. Zur Betreuung von Hilfesuchenden aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gehört die ausreichende finanzielle Ausstattung für die Drogenberatungsstellen und die Obdachlosenhilfe genauso wie eine anteilige finanzielle Unterstützung der in Freiburg angesiedelten Beratungs- und Betreuungsangebote, wie etwa der AIDS-Hilfe, Frauen- und Mädchen-Gruppen, »Wendepunkt« und »Wildwasser« und vieler weiterer Hilfsangebote.

Lebensqualität im Alter

Auch im Landkreis wächst der Anteil älterer Menschen. Die meisten älteren Menschen wollen ihren Lebensabend in der gewohnten Umgebung in ihrem sozialen Umfeld verbringen. Entsprechend muss der Landkreis mit den Kommunen Angebote schaffen.
Wir brauchen einen Strauß unterschiedlicher Angebote in den Gemeinden. Dazu gehören unter anderem Senioren-Wohngemeinschaften, Wohngruppen für Menschen mit Demenz und Netzwerke die das Wohnen in häuslicher Umgebung unterstützen. Für uns gilt: jede Kommune macht ihr eigenes Konzept, passgenau für die Menschen am Ort, der Landkreis moderiert.

  • Dazu muss dieser unabhängige Beratung bereitstellen, damit Angehörige und pflegebedürftige Personen Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten bekommen. Entsprechend wollen wir im Landkreis Pflegestützpunkte einrichten.
  • Städte und Gemeinden im Landkreis müssen sich auch baulich dem demographischen Wandel anpassen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass für ältere Menschen Arztpraxen und Geschäfte des täglichen Bedarfs vorhanden sind, die auf kurzen Wegen – am besten zu Fuß oder im attraktiven Nahverkehr – gut erreichbar sind.
  • Zwischen Jung und Alt wünschen wir uns den Austausch von Erfahrung und Kompetenzen – etwa mit Projekten wie Kinderbetreuung, Einkaufsdiensten oder dem ehrenamtlichen Angebot der Fähigkeiten älterer Menschen.

Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen stehen in der Mitte unserer Gesellschaft. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Das Grundgesetz und die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sind für uns Maßstab des politischen Handelns. Die Eingliederungshilfe soll Teilhabe und ein weitgehend selbständiges Leben in der Gemeinschaft sicherstellen. Dazu gehören nach unserem Verständnis:

  • Dass Kinder mit Behinderungen zusammen mit den Kindern aus ihrer Straße oder ihrem Ort einen Kindergarten besuchen können.
  • Ungehinderter Zugang zu Grundschulen und weiterführenden Schulen und der Anspruch auf Integration in den Schulalltag.
  • Das Recht auf eine Berufsausbildung und auf einen Arbeitsplatz sowie auf gleiche Entlohnung.
  • Teilhabe am politischen und kulturellen Leben.
  • Freie Wahl der Wohnung und die notwendig Unterstützung und ausreichende persönliche Assistenz zur Bewältigung des täglichen Lebens.

Als Anlauf- und Ombudsstelle für Menschen mit Behinderungen soll auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ein Behindertenbeirat eingerichtet und eine oder ein behördenunabhängige/r Behindertenbeauftragte/r gewählt werden.

Barrierefreiheit

Nicht nur der Nahverkehr, auch die Verwaltungsgebäude der Gemeinden und Kreise müssen barrierefrei gestaltet sein, um für alle Menschen zugänglich zu sein. Gleiches gilt für die Internetangebote der Kreisverwaltung.

Existenzsicherung für alle

Auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald betreffen Erwerbslosigkeit und die Angst um die Existenz viele Menschen. Hier sehen wir den Landkreis stärker als heute in der Pflicht:

  • Echte Förderung der Erwerbslosen statt bürokratischer Verwaltung der Arbeitslosigkeit!
  • Angeboten werden müssen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für Arbeitslose entsprechend ihrer individuellen Qualifikation und Vorbildung. Entsprechende Angebote sind insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund von existenzieller Bedeutung.
  • Ausbau der Schuldnerberatung mit zeitnahen Beratungsterminen und einem bedarfsgerechten Angebot!
  • An das Problem der vielfach zu hohen Mieten herangehen! So entspricht der Mietsatz von max. 5,11 € pro m² für EmpfängerInnen von Transferleistungen längst nicht mehr der Kostenrealität im Landkreis. Wir wollen uns für eine Erhöhung des Mietsatzes einsetzen.
  • Wir wollen uns für ein verbessertes Beratungs- und Betreuungsangebot für wohnungslose Menschen einsetzen – im ganzen Landkreis!
  • Darüber hinaus muss der Landkreis auch für Beratung und persönliche Betreuung in kommunalen Obdachlosenunterkünften und bei drohendem Wohnungsverlust sorgen, mit dem Ziel, die betroffenen Menschen wieder in reguläre Mietverhältnisse zu integrieren.
  • Bundespolitisch treten wir dafür ein, die Hartz-IV-Sätze deutlich zu erhöhen und langfristig in Richtung eines sozialen Grundeinkommens zu arbeiten.

Ausländische MitbürgerInnen integrieren!

  • Wahl- und Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen ohne deutschen Pass ausweiten!
  • In der »Sammelunterkunft« des Landkreises müssen Flüchtlinge oft für viele Jahre in räumlicher Enge und ohne Privatsphäre leben. Wir fordern, dass Familien und alleinstehende Frauen in kleine Wohneinheiten ziehen dürfen.
  • Entmündigung durch Chipkarten und Lebensmittelgutscheine abschaffen, Bargeldzahlung ist kostengünstiger.
  • Für die Aufhebung der gesetzlichen Mobilitätsbeschränkungen, bis dahin großzügige Besuchsregelungen.

Mit uns für gute Bildung im ländlichen Raum

Gute Bildung – sowohl als Grundbildung wie auch in der Aus- und Weiterbildung – wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Bildung ist für uns kein Privileg einer Elite, sondern das Recht aller auf Entwicklung ihrer individuellen Fähigkeiten. Das fängt beim Kindergarten an. Generell setzen wir uns für eine Vielfalt der Angebote ein – dazu gehören für uns auch die freien Träger.

So kann Schule auch aussehen

Die meiste Zeit verbringen Kinder und Jugendliche in der Schule. Wir setzen uns dafür ein, Schulen zu offenen Häusern des lebendigen Lehrens und Lernens zu machen – in Kontakt mit der Gesellschaft. Die Ganztagsschule verbessert die Möglichkeit, dass beide Eltern oder Alleinerziehende am Erwerbsleben teilnehmen können. Den Schülerinnen und Schülern bietet sie Chancengleichheit und weckt Lust am Lernen durch Integration außerschulischer Angebote.

  • Mittelfristig sollen alle Kreisgymnasien als gebundene – das heißt: verbindliche – Ganztagsschulen geführt werden. Zusätzlich soll eine Spätbetreuung angeboten werden. Bestehende Ganztagsgebote müssen bewertet und bei Bedarf verbessert werden. Zur Ganztagsbetreuung gehört für uns auch die Schulsozialarbeit.
  • Freizeit und die Unterrichtszeit sind in der Ganztagsschule verzahnt und bilden eine Einheit. Künstlerische, soziale und sportliche Angebote (Sport, Musik, Vereine, Jugendzentren) müssen in den Schulbetrieb integriert werden.
  • Projekte für einen verantwortlichen Umgang mit Umwelt und Klima sind uns besonders wichtig. Alle Kreisschulen fahren auf Umweltkurs – das betrifft auch die Gebäudetechnik und die Caféterien.
  • Die Integration behinderter Kinder in der Regelschule muss zum Normalfall werden. Alle Schulen müssen barrierefrei werden.
  • Die Schulsozialarbeit an den gewerblichen Schulen muss erhalten und ausgebaut werden, um Jugendliche beim Schulabschluss und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen. BerufspatInnen in ausreichender Anzahl begleiten junge Menschen während ihrer Berufsausbildung.
  • Landespolitisch setzen wir uns dafür ein, eine Schule für alle Kinder einzuführen, statt frühzeitig zu selektieren. Wir nehmen den Landkreis in die Pflicht, die aktuelle Entwicklung der Schulstruktur – insbesondere der Hauptschulen – genau zu beobachten.

Jugendarbeit ausbauen

Jugendarbeit ist heute wichtiger denn je; als offene Jugendarbeit ebenso wie mit Angeboten des Landkreises und der Gemeinden. Wir wollen, dass der Landkreis Jugendliche und engagierte Ehrenamtliche unterstützt. Die Kreisjugendpflege muss weiter gestärkt werden. Jugendarbeit und Schulsozialarbeit sollen stärker vernetzt werden.

Mit uns im Landkreis mitbestimmen

Bei der Wahl einer Partei hört politisches Engagement für uns nicht auf. Wir stehen für die Stärkung demokratischer Strukturen und für transparente Entscheidungen. Politik und Verwaltung müssen sich an diesen Maßstäben messen lassen. Die Eingliederung vorher eigenständiger Sonderbehörden in das Landratsamt hat vielfach eher das Gegenteil bewirkt. Wir setzen dagegen auf mehr Demokratie im Land und im Landkreis:

  • Bürgermeister im Kreistag wählen unter anderem die Landrätin, die sie kontrollieren soll: wir treten dafür ein, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nicht dem Kreistag angehören können.
  • Für Bürgerbegehren auf Landkreisebene und für die Direktwahl der Landrätin durch die Bevölkerung.
  • Für einen deutlichen Abbau der Zuständigkeiten des Regierungspräsidiums.
  • Politische Beteiligung Jugendlicher ermöglichen – auf Landesebene setzen wir uns für die Senkung des Wahlalters bei allen Wahlen ein.

Darum: Mitmachen und mit uns den Landkreis ökologisch und sozial gestalten!

Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 30.03.2009

Erstellt am Donnerstag, 2. April 2009
Kategorie: Allgemein | Kommentieren »

Mach mit: Entwurf des Kreistagswahlprogramms

Ein thematischer Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung am 30.3. ist die Beschlussfassung über das Kreistagswahlprogramm. Inzwischen liegt der Entwurf vor – es gibt auch schon die ersten Änderungsanträge. Debattiert werden über den Entwurf kann ebenfalls ab sofort an dieser Stelle. Dazu ist die Kommentarfunktion dieser Website da – auch Nichtmitglieder des Kreisverbandes dürfen gerne mitdiskutieren.

Map projection

Unter dem Motto »Mach mit« geht es darum, zu zeigen, was mit grüner Politik auf Kreisebene bewegt werden kann – und gleichzeitig Lust darauf zu machen, in der Politik mitzumachen. Im Programmtext werden Themen von der Energie- und Klimaschutzpolitik – hier sind wir Grüne bekanntlich das politische Original – über unsere Ideen für die Entwicklung des ländlichen Raums bis zum sozialen Leben im Landkreis und zu den Bedingungen für eine bessere Bildung angesprochen und grüne Konzepte dazu kurz und knackig präsentiert. Wir sind überzeugt davon, dass der vorliegende Entwurf eine gute Grundlage dafür darstellt, bei der Kommunalwahl im Juni viele MitbürgerInnen davon zu überzeugen, mitzumachen und mit uns den Landkreis ökologisch und sozial zu gestalten.

An dieser Stelle schon einmal Dank an alle aus Kreisvorstand und Kreistagsfraktion, die an der Vorbereitung des Antrags beteiligt waren!

Abschließend noch ein paar organisatorische Hinweise zur Jahreshauptversammlung am Montag, den 30.3.: Um den Text im zeitlichen Rahmen der Jahreshauptversammlung behandeln zu können, bitten wir darum, alle Änderungsanträge in ausformulierter Form mitzubringen (was soll wo – Zeilennummern aus dem PDF-Dokument – ergänzt, geändert, gestrichen werden – längere Texte möglichst in mehrfacher Ausfertigung) und die Änderungsanträge zusätzlich vorab per eMail an den Kreisvorstand zu schicken.

Neben einer allgemeinen Aussprache wird es auf der Jahreshauptversammlung vor allem darum gehen, über die vorliegenden Änderungswünsche abzustimmen – und schließlich in einer Schlussabstimmung über das Programm insgesamt.

Der Programmentwurf ist hier (pdf) zu finden. Er gliedert sich wie folgt:

1 Mit uns für nachhaltiges Wirtschaften im Ländlichen Raum
1.1 Grüne Energiepolitik – mit dem Original das Klima retten
1.2 Den ländlichen Raum stärken
1.3 Mobil im Landkreis – umweltgerecht und erschwinglich

2 Mit uns den ländlichen Raum sozial entwickeln
2.1 Kinderbetreuung – Vereinbarkeit von Beruf und Familie
2.2 Beratungs- und Betreuungsangebote ausbauen
2.3 Lebensqualität im Alter
2.4 Existenzsicherung für alle
2.5 Barrierefreiheit
2.6 Ausländische MitbürgerInnen integrieren!

3 Mit uns für gute Bildung im ländlichen Raum
3.1 So kann Schule auch aussehen
3.2 Jugendarbeit ausbauen

4 Mit uns im Landkreis mitbestimmen

Erstellt am Donnerstag, 19. März 2009
Kategorie: Kreisverband, Meinung & Debatte | Kommentieren »

Kreistagsliste im Wahlkreis II (Gundelfingen) steht

Wenn im Juni dieses Jahres ein neuer Kreistag gewählt wird, stehen im Wahlkreis II für Bündnis 90 / Die Grünen sechs Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Auf ihrer Mitgliederversammlung am 5.2.2009 in Gundelfingen haben die Grünen aus dem Glottertal, aus Gundelfingen, Heuweiler und St.Peter ihre Liste zur Kreistagswahl aufgestellt.

Auf den ersten Platz wurde Gerlinde Westermayer aus Gundelfingen gewählt. Westermayer ist seit April 2006 für die Grünen im Kreisrat Kreistag und dort Mitglied des Schul- und Kulturausschusses. Den zweiten Listenplatz hat Michael Oberst aus Gundelfingen inne, der zum ersten Mal für den Kreistag kandidiert. Ebenfalls neu auf der Grünen Liste ist Sonja Weiss, Gemeinderätin für die Frauenliste in Heuweiler. Als jüngste Kandidatin dieser Liste wurde die 27-jährige Claudia Warth aus Gundelfingen für den vierten Platz nominiert. Warth war von in der 1999 bis 2004 Stadträtin für Junges Freiburg. Johannes Drayer, bis vor drei Jahren selbst Kreisrat und Grünes Mitglied aus dem Glottertal, steht auf Platz fünf, Cornelia Stoll-Janus aus Gundelfingen auf dem sechsten Platz bereit. Stoll-Janus ist bereits als Gemeinderätin in Gundelfingen kommunalpolitisch aktiv.

Die Liste im Überblick:

  1. Gerlinde Westermayer
  2. Michael Oberst
  3. Sonja Weiss
  4. Claudia Warth
  5. Johannes Drayer
  6. Cornelia Stoll-Janus

Erstellt am Freitag, 6. Februar 2009
Kategorie: Beschlossene Sache, OV Gundelfingen | 1 Kommentar »

Bärbl Mielich: Landesregierung verharmlost Konsequenzen der Grundwasserversalzung

Bärbl Mielich»Die Antwort der Landesregierung ist enttäuschend.« Die Leichtigkeit, mit der das Problem der Grundwasserversalzung behandelt wird, ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert die grüne Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich die Reaktion der Landesregierung auf ihre Anfrage. Mielich wollte vor allem wissen, welche Initiativen die Landesregierung ergreife, um die Region bei der Beseitigung der zusätzlichen Belastungen des Grundwassers zu unterstützen und wie sie dafür Sorge tragen wird, dass die Grundwasserversalzung zurückgeht.

Seit Jahrzehnten wird Salz aus dem Abbaugebiet Buggingen und aus der Insel bei Fessenheim in das Grundwasser eingetragen. Aus dem Salzdepot erfolgt in großer Tiefe ein fortlaufender Salzaustrag in höhere Schichten des Grundwasserleiters. Besonders betroffen hiervon ist die Stadt Breisach. Nach wie vor, auch das wurde in der Antwort der Landesregierung deutlich, wird weiterhin Salz durch die Halde Buggingen in das Grundwasser eingetragen. Nach wie vor werden die Verursacher nicht zur Verantwortung gezogen.

»Die Region und die Bevölkerung werden mit dem Problem der Versalzung alleine gelassen. Sie haben nicht nur die Belastungen durch den erhöhten Salzanteil im Grundwasser zu tragen, sondern sind auch für die Beseitigung der Schäden alleine verantwortlich«, kritisiert die Abgeordnete: Breisach hat z.B. zur Sicherung der Trinkwasserqualität in Bezug auf Chlorid mit großem Kostenaufwand ein Ausgleich- und Mischbehälter errichtet, um Spitzenwerte um 120mg/l zu vermeiden, ohne Landeszuschüsse. Ungeklärt sind zudem die Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Flächen, wenn mit Grundwasser bewässert wird. Durch den hohen Chloridanteil des Wassers rosten die Rohre schneller und drohen zu brechen.

Die Kosten für die Sanierung zahlt die Bevölkerung – z.B. durch die aktuelle Gebührenerhöhung für Abwassergebühren. Bislang sind vom Land Baden-Württemberg keine finanziellen Hilfen vorgesehen. »Das Land muss die Region bei der Beseitigung der Versalzungsschäden unterstützen, solange der seit Jahren schwelende Rechtsstreit von Kali und Salz als Verursacher gegen den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald nicht entschieden ist. Der Bevölkerung die Kosten und die Umweltbelastungen zu übertragen ist unverantwortlich. Auch die Stadt Breisach ist aufgefordert, die Belange ihrer Bevölkerung deutlich intensiver als bisher zu vertreten. Die Einschätzung der Landesregierung, man habe alles im Griff, suggeriert eine Sicherheit für die Bevölkerung, die trügerisch ist. Statt die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen, muss das Land alles tun, um zum einen die Verantwortlichen endlich auch zum Schadensersatz zu zwingen und zum anderen Maßnahmen ergreifen, die die Grundwasserbelastung langfristig verringern. Nichtstun und schön reden reicht nicht!«

Erstellt am Mittwoch, 2. April 2008
Kategorie: In Text & Bild, Unsere Abgeordneten | Kommentieren »