Wege aus der Milchkrise? Diskussion in Buchenbach

Wege aus der Milchkrise?

Podiumsdiskussion mit grünen Politikern, Milchbauern und der Regionalwert AG

Am Mittwoch, den 2. Juni um 20 Uhr findet auf dem Peterhof, Ibental 14a in Buchenbach, eine Podiumsdiskussion zum Thema Milchkrise statt.

Aufgrund des noch immer nicht kostendeckenden Milchpreises werden in den nächsten Monaten einige Milchbauernhöfe aus dem Dreisamtal ihren Betrieb aufgeben müssen. In der Diskussion, moderiert von der Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae, berichtet der Dreisamtäler Milchbauer Franz Schweizer über die aktuelle Situation vor Ort und der Milchbauer Werner Locher über die dramatische Situation nach dem Auslaufen der Milchquote in der Schweiz.

Politische Ansätze aufzeigen wird Friedrich Ostendorff, landwirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Über neue Wege der regionalen Vermarktung von Lebensmitteln und innovative Nachfolgekonzepte für landwirtschaftliche Höfe spricht Christian Hiß von der Regionalwert AG.

Erstellt am Montag, 31. Mai 2010
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Sa., 9. Mai 2009: Von Milchbauern und Windmüllern, oder: Landschaftsschutz durch Landwirtschaft!

Rosskopf mills I

Einladung des OV Gundelfingen zu einer Exkursion mit  dem Landtagsabgeordneten Reinhold Pix, der Kreisrätin Gerlinde Westermayer sowie KanditatInnen für die Kommunalwahl

am  Samstag, 9. Mai 2009 ab 14:00 Uhr (Treffpunkt Gundelfingen, vor dem Kultur- und Vereinshaus, von dort mit Fahrgemeinschaft zu den Stationen)

  1. Station: 14:30 Uhr, Milchviehbetrieb in den Steillagen des Glottertals (Streckerseppenhof – Föhrental)
    Hof- und Stallbesichtigung unter dem Aspekt »Was braucht eine Milchkuh täglich und wie nützt das unserer Landschaft?«.

    Milchprobe und Gespräch mit dem Landwirt und Berufskollegen zum Thema: »Zusammenhang zwischen Milchpreis, Landschaftsschutz und Existenzsicherung – Forderungen an die Politik!«

  2. Station: 16:30 Uhr, Regio-Windkraftanlage St. Peter (Brosiwald)
    Besichtigung einer Windkraftanlage mit Einblicken in das Innenleben. Fragen und Antworten an Betreiber und Politiker, zum Thema: »Windkraft und Landschaft – Nachhaltigkeit und Wertschöpfung«
  3. Station: 17:45 Uhr, Ausklang und Austausch in geselliger Runde
    im Gasthaus »Kandelblick« in Gundelfingen-Wildtal,  Talstr. 10 mit offenem Ende

Nähere Informationen und Anmeldung für Fahrgemeinschaften: Johannes Drayer Tel. 07684 9415 oder Gerlinde Westermayer 0761 584854.

Erstellt am Mittwoch, 6. Mai 2009
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Milchkrisengipfel: Nur Handeln hilft den Bauern in Südbaden

Pressemitteilung von Kerstin Andreae, MdB

Wir Grünen wollen eine nachhaltige, qualitativ hochwertige und umweltgerechte Milcherzeugung bei fairen Verbraucherpreisen. Nur eine solche Milcherzeugung kann das Auskommen der bäuerlichen Betriebe sichern, landschaftsgestalterische Funktionen übernehmen und einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der ländlichen Regionen leisten.

Darum unterstützen wir auch die Forderungen des Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) nach fairen Milchpreisen, einem vernünftigen Milchmengenmanagement sowie gezielter Förderungen regionaler Direktvermarktungsmaßnahmen.

Seit Jahren haben die Milchbauern mit Erzeugerpreisen zu kämpfen, die ihre Kosten nur unzureichend decken und die geleistete Arbeit nicht adäquat entlohnen. Dies trifft gerade auch die südbadischen Milchbauern in der Mittelgebirgsregion und mit ihren Grünlandflächen.

»Wenn die Milchwirtschaft keine Existenzgrundlage bietet, werden immer mehr Bauern aus der Milcherzeugung aussteigen. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher wäre das die schlechteste Lösung«, so die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae. »Gerade in Südbaden, wo es sehr viele kleine Höfe gibt, wäre dadurch auch der Erhalt der Kulturlandschaft gefährdet – mit negativen Folgen für den regionalen Tourismus.«

Was jetzt in Berlin von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner als konkrete Hilfe für die Milchbauern verkauft wird, ist nichts als Aktionismus und heiße Luft. Die Bauern haben sich schon einmal auf die Zusicherung aus Berlin verlassen und sind enttäuscht worden.

Erstellt am Donnerstag, 30. April 2009
Kategorie: In Text & Bild, Unsere Abgeordneten | Kommentieren »

Grüne diskutieren in Kirchzarten mit Milchbauern


Eike von Gierke, Franz Schweizer, Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf und Axel de Frenne

Auf einer Veranstaltung der Grünen mit dem Europaabgeordneten Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf , Franz Schweizer vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), Gemeinderat Eike von Gierke und als Moderator dem Bürgermeisterkandidaten Axel de Frenne wurde deutlich, dass viele Landwirte seit der jüngsten Entscheidung im Agrarausschuss des Bundesrates Ende Oktober das Vertrauen in die Politik verloren haben.

»Die Politik hat uns verlassen. Man braucht uns. Man nutzt uns aus. Aber man gibt uns sehr wenig«, so der Beitrag eines betroffenen Viehhalters und Gemeinderates aus dem Dreisamtal.

Kritik an den aktuellen Beschlüssen von Seehofer und den Ministern aus den Bundesländern übte Graefe zu Baringdorf. Als Landwirt mit eigenem 50-Hektar-Hof vertritt er seit 1984 die Grünen im Europaparlament. »Ein 300-Millionen-Fonds aus EU-Mitteln ist bei der riesigen Milchmenge nur ein Fliegenschiss«, schimpfte der Grüne vor knapp 60 Milchbauern im Kurhaus von Kirchzarten. »Der Bauernverband ist der verlängerte Arm der Agrarindustrie und somit ist der BDM die neue Heimat der Milchbauern«, so der Europaabgeordnete, dessen Äußerung mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde.

Der einzige Weg, den hart arbeitenden Landwirten eine langfristige Existenz zu sichern, sei eine Mengenregelung, die sich am Bedarf zu orientieren habe. Um mit Hilfe dieses juristischen Instrumentariums letztlich den Preis und die Menge am Markt in Einklang bringen zu können. Baringdorf ermunterte die frustrierten Milchbauern aus der Region, an diesem Ziel festzuhalten. Auch BDM-Vertreter Franz Schweizer kritisierte die Politik der CDU-regierten Bundesländer. Pro Jahr würden sich nach seiner Einschätzung durch falsche Strategie Milliardenverluste für die Branche angehäuft. Wir müssen mit weiteren Aktionen auf unserer Problem und die Existenzgefährdung vieler Viehbauern hinweisen. »Der nächste Streik kommt bestimmt«, so Franz Schweizer aus Oberried.

Grünen-Gemeinderat Eike von Gierke und Axel de Frenne, Kandidat für die im Dezember stattfindende Bürgermeisterwahl in Kirchzarten, hoben hervor, dass den Landwirten durch ihre Anstrengungen bei der Offenhaltung der Landschaft eine wichtige landschaftspflegerische Funktion für die gesamte Bevölkerung zukommt.

Erstellt am Freitag, 24. Oktober 2008
Kategorie: In Text & Bild, OV Dreisamtal | 1 Kommentar »

Solidarisch mit den Milchbäuerinnen und Milchbauern

Two cows
Foto: tillwe, Lizenz

Solidarisch mit den Milchbauern erklärt sich die grüne Kreistagsfraktion des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. „Wir begrüßen den Boykott und den Protest und wünschen den Bäuerinnen und Bauern Erfolg, den notwendigen Zusammenhalt und das erforderliche Durchhaltevermögen. Auch Milchbäuerinnen und -bauern müssen von ihrer Arbeit leben können“, so die Fraktionsvorsitzende Barbara Schweier. Sie könnten nachvollziehen, wie schwer dieser Schritt zum Boykott gefallen sei und dass den Bäuerinnen und Bauern das Herz blute, wenn sie die Milch wegschütten müssten. In der Vergangenheit sei oft demonstriert worden, erreicht habe man damit nichts. Dass man sich nun zu diesem drastischen Schritt entschlossen hätte, zeige, dass die Milcherzeuger mit dem Rücken zur Wand stehen. Bei sinkenden Erlösen und steigenden Kosten könnten die Betriebe nicht überleben. Besonders erfreulich sei der hohe Zahl der teilnehmenden Betriebe in der Region, aber auch in anderen Teilen Deutschlands und des Auslands, die am Boykott teilnehmen. „Diese Solidarität ist einmalig.“

Die kleinbäuerlich strukturierten Milch- und Grünlandbetriebe spielten gerade im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle. Neben der regionalen Erzeugung von Milch ist die Offenhaltung und Pflege der Landschaft für die Tourismusregion von großer Bedeutung. „Und das geht uns alle was an“, meint Fraktionsmitglied Dora Pfeifer-Suger. Man tue also gut daran, sich geschlossen hinter die Bauern zu stellen. „Und damit meinen wir nicht nur unsere Fraktion, sondern die ganz Region“, so Pfeifer-Suger weiter.

Die Strategie der großen Handelskonzerne, billige Nahrungsmittel bei hohen Gewinnen und Ausnutzung ihrer Marktmacht auf Kosten der Erzeuger anzubieten sei wie ein Bumerang, sie vernichte Existenzen und Arbeitsplätze, und das nicht nur in der Landwirtschaft. Auch kleinere Molkereien und Lebensmittel verarbeitende Betriebe seien davon betroffen.

Erstellt am Montag, 2. Juni 2008
Kategorie: In Text & Bild, Kreistagsfraktion | Kommentieren »