Geschichte des Kreisverbandes bis 2005

2005: Buch 25 Jahre Grüne im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Im Jahr 2005 feierte der Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald von Bündnis 90/Die Grünen sein 25-jähriges Bestehen. Der eigentliche Jubiläumstag wäre bereits der 30. November 2004 gewesen – der Kreisverband wurde am 30. November 1979 gegründet. Aus Anlass dieses Jubiläums wurde ein kleines Buch herausgegeben, in dem verschiedene AkteurInnen aus der Geschichte der grünen Partei im Landkreis ihre Aktivitäten, besondere Highlights, aber auch den kritischen Rückblick zusammentragen.

erzaehlte-geschichte-icon

 

Chronologie bis 2005
Auszug aus dem Jubiläumsbuch

Die 1970er Jahre

1979. Gründung des Kreisverbandes; Barbara Nägele, Elisabeth Wulff, Werner Joost, Alex Doderer bilden den Gründungsvorstand.
… für die Zeit zwischen 1979 und 1984 liegen nur wenige Informationen vor …

Die 1980er Jahre

1980. Im Wahlkreis Breisgau kandidiert Hans-Martin Schott für den Landtag. Für den Wahlkreis Freiburg-Ost tritt Hans-Dietrich Erichsen an, der als einer der ersten grünen Abgeordneten in den baden-württembergischen Landtag einzieht.

1984. Bei den Landtagswahlen tritt Hans-Dieter Stürmer im Wahlkreis Freiburg-Ost an und wird mit 15,7 Prozent gewählt. Bei den Europawahlen gelingt Wilfried Telkämper der Sprung ins Europaparlament. Vor Ort liegt das Ergebnis bei 12,7 Prozent.
Bei den Kommunalwahlen schaffen die Grünen den Einzug in den Kreistag. Am 1.11.1984 tritt die erste grüne Kreistagsfraktion zusammen, bestehend aus Hajo Manderscheid (March), Peter Philippen (Gundelfingen), Gerd Reichert (Kirchzarten), Ewald Scheer (Ehrenkirchen-Scherzingen), Roland Stuber (Stegen) und Dr. Walter Witzel (Merzhausen).
Das Büro des Kreisverbandes befindet sich in Heitersheim. Der Kreisvorstand setzt sich aus Anette Nöll, Herbert Quis (Kasse), Beatrix Steinsiepe, Gudrun Wöbbeking zusammen.

1985. Das Kreisbüro befindet sich nun in Merzhausen. Es kommt zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Abgeordnetenbüro von Wilfried Telkämper. Ein wichtiges Thema im Kreisverband sind Strukturdebatten, diskutiert wird außerdem das Verhältnis zur SPD. Ortsverbände gibt es in Bad Krozingen, Batzenberg, Breisach, Dreisamtal, Gundelfingen, Hexental, March, Müllheim und Staufen. Außerdem gibt es einen Bezirksverband Hochschwarzwald. Der Vorstand besteht (in wechselnder Zusammensetzung) aus Ekkehard Domneng, Karin Liers-Werner, Annette Noll, Michael Pfeiffer und Herbert Quis (Kasse).

1986. Reinhold Pix (Ihringen) rückt für Roland Stuber in die Kreistagsfraktion nach.
Themen im Kreisverband sind Tschernobyl, das grüne Frauenstatut, Volksentscheide. Jutta Ditfurth berichtet über das grüne Umbauprogramm. Heftig diskutiert wird die bundesweite Urabstimmung zur Rotation. Landkreisspezifische Themen sind unter anderem die B 31 und das Thema Müll im Landkreis.
Im Vorstand sind Bärbl Mielich und Karin Liers-Werner; später werden Horst Bossert (Kasse) und Herbert Quis nachgewählt.

1987. Im März 1987 wird erstmals eine Bürostelle eingerichtet. Bis Mitte 1988 arbeitet hier Claudia Heyne, die vorher zusammen mit Karin Liers-Werner und Horst Bossert (Kasse) den Kreisvorstand gebildet hat. Thematisch bleiben die Müllentsorgung im Landkreis und die Frauenpolitik wichtig.
Bei den Bundestagswahlen schafft es niemand aus Freiburg oder dem Breisgau auf einen vorderen Listenplatz.
Am 16.10.1987 rückt Bärbl Mielich (Pfaffenweiler) für Hajo Manderscheid in die Kreistagsfraktion nach.

1988. Bei den Landtagswahlen tritt im Wahlkreis Freiburg-Ost Johanna Quis an; Barbara Schroeren-Boersch ist ihre Ersatzkandidatin. Das Team holt 13,8 Prozent. Ein wichtiges Element im Wahlkampf bilden kulturelle Veranstaltungen.
Organisatorisch gründet sich im Hochschwarzwald ein eigener OV für Löffingen. Neue Büromitarbeiterin wird Simone Demisch, die diesen Posten – ab 1990 als Kreisgeschäftsführerin – bis 2003 ausfüllen wird.
Bis September 1988 besteht der Kreisvorstand aus Horst Bossert (Kasse), Michael Bürklin, Claudia Heyne und Gerlinde Westermayer; es finden sich keine KandidatInnen, so dass danach ein Rumpfteam aus Michael Bürklin, Gerlinde Westermayer und Herbert Quis, der kommissarisch für die Kasse zuständig ist, tätig wird.
Thematisch stehen vor Ort grün-alternative Kommunalpolitik und „regionale Wirtschaftspolitik“ im Vordergrund. Grüne beteiligen sich an den jährlichen Veranstaltungen „Widerstand im Dreyeckland gegen atomare Bedrohung, Umweltzerstörung, Rüstung und Unterdrückung“. Frauenpolitik ist weiter ein wichtiges Thema, ebenso die Flügeldiskussion (unter dem Schlagwort „Grüner Aufbruch 1988“).

1989. Bei der Europawahl wird Wilfried Telkämper wiedergewählt; im Wahlkreis erreicht er 12,0 Prozent. Im Europawahlkampf gibt es unter anderem ein grünes Fest in Merzhausen, eine große Veranstaltung „Hoffnung für Nicaragua“ in Gundelfingen mit Dietmar Schönherr und der Grupo Sal sowie einen Waldspaziergang in Neustadt. Bei den Kommunalwahlen werden mit einem „grünen Umbauprogramm für die Region“ im Kreis 10,7 Prozent und sieben Sitze erreicht. Die neue Fraktion besteht aus Peter Philippen, Walter Witzel, Michael Kraus (March), Bärbl Mielich, Annemarie Sacherer (Vogtsburg), Hans-Dieter Stürmer (Stegen), Johannes Wehr (Münstertal). Ein achter Sitz (Reinhold Pix) kommt nicht zustande, weil Ausgleichsmandate bei 20 Prozent der Kreistagsgröße gekappt werden.
Eine Klage dagegen ist nicht erfolgreich.
Bestimmende Themen im Kreisverband sind Energie (dezentrale Energieversorgung, Stadtwerke, Fessenheim – so werden 15.000 Unterschriften gegen Fessenheim an das französische Konsulat übergeben), bundesweite Themen wie Europa, die multikulturelle Gesellschaft, Verkehr, Tiefflug oder ein Kongress „Mit Kindern leben“. Die ersten Vorläufe zur Gründung der späteren Grün-Alternativen Jugend Baden-Württemberg beginnen. Der Kreisverband begeht sein zehnjähriges Jubiläum. Es gibt inzwischen zwölf Ortsverbände (in Batzenberg, Breisach, Dreisamtal, Gundelfingen, Hexental, Ihringen, Bad Krozingen, March/Umkirch, Müllheim, Staufen, im Hochschwarzwald und in Löffingen).
Bis Mai 1990 besteht der Vorstand aus Gerlinde Westermayer, Michael Bürklin und Gabi Wipf (Kasse). Für Schlagzeilen sorgt die Entdeckung, dass der vorherige Kassierer 29.000 DM aus der Kasse des Kreisverbandes unterschlagen hatte. Das Thema beschäftigt mehrere Kreismitgliederversammlungen.

Die 1990er Jahre

1990/91. Neben der Auseinandersetzung mit der Deutschlandpolitik beschäftigten friedenspolitische Themen den Kreisverband. Der grüne Flügelstreit eskaliert … „Die Kreismitgliederversammlung diskutiert zwischen Fundamentalismus und Erneuerung“.
1990 stellt sich als schwieriges Jahr für die Grünen heraus. So gelingt es zwar Thilo Weichert, dem Freiburger Bundestagskandidaten, auf den Listenplatz 4 der baden-württembergischen Landesliste nominiert zu werden, allerdings reicht dieser „sichere“ Platz nicht aus, da die Westgrünen an der Fünfprozenthürde scheitern.
Im Landkreis kommt es zum heftigen Streit um die Rotation. Barbara Schroeren-Boersch rückt schließlich für Johanna Quis in den Landtag nach. Eine ihrer ersten Amtshandlungen ist die Schließung des Landtagsbüros in Müllheim. Später entsteht das Umweltbüro Müllheim mit grüner Beteiligung.
Der Vorstand besteht ab Mai 1990 aus Thomas Borghoff, Ulrich Martin Drescher, Walter Witzel und Gudrun Wöbbeking (Kasse); 1991 bleiben nur noch Ulrich Martin Drescher und Gudrun Wöbbeking übrig. Später im Jahr 1991 konstituiert sich mit Gustav Schnepper, Reinhard Winkler, Gerlinde Westermayer, Gudrun Wöbbeking (Kasse) ein Kreisvorstand, der bis 1996 im Amt bleiben soll. Ende 1991 zieht das Kreisverbandsbüro in die Günterstalstraße nach Freiburg um.

1992. Bei den Landtagswahlen ziehen die REPs in den baden-württembergischen Landtag ein. Bei den Grünen erreicht Walter Witzel mit 18,0 Prozent das beste baden-württembergische Wahlergebnis und wird Abgeordneter auch für den Kreisverband. Reinhold Pix tritt im Wahlkreis Breisgau an und erreicht dort 10,6 Prozent.
Themen im Kreisverband sind die Verkehrspolitik, insbesondere die B 31 Ost und West, die Müllverbrennung und der Wasserschutz sowie der Einsatz für eine Frauenbeauftragte im Landkreis. Übergreifende Themen sind das Asylrecht und die Ablehnung schwarzgrüner Koalitionen. Der neu gegründete landesweite Jugendverband GAJ ist mit einer Regionalgruppe „Grün-Alternative Jugend Raum Freiburg / JungdemokratInnen“ auch im Landkreis vertreten.

1993. Ewald Scheer rückt für die schwer erkrankte Annemarie Sacherer in die Kreistagsfraktion nach. Im Kreisverband sind der Ausbau der Rheintalstrecke der Bahn als lokales Thema und die doppelte Staatsbürgerschaft, Europa, der Jugoslawienkrieg, eine Veranstaltung zu Landminen sowie die Themen § 218 und Ozonwerte relevant.
Außerdem kommt es zur Urabstimmung über die Vereinigung von Bündnis 90 und DIE GRÜNEN.

1994. Bei den Kommunalwahlen schaffen 47 Grüne und Grün-nahe den Einzug in die Gemeinderäte von 19 der 50 Kreisgemeinden. Mit 13,1 Prozent umfasst die Kreistagsfraktion jetzt neun Mitglieder: Peter Philippen, Michael Kraus, Bärbl Mielich, Dorothea Bergmann (Breisach), Heilwig v. Ditfurth (Staufen), Helmut Gattermann (Merzhausen), Reinhold Pix, Sylvia Riemer (Stegen) und Annedore Teyssedou (Müllheim). Bei den Europawahlen wird Wilfried Telkämper erneut gewählt.
Im Landkreis erreichen Bündnis 90/Die Grünen hier 16,9 Prozent, was einer Steigerung um 4,9 Prozentpunkte entspricht.
Im Jahr 1994 finden zudem Bundestagswahlen statt. Umgerechnet auf den Landkreis werden 12,7 Prozent der Zweitstimmen erreicht. Leider erreicht niemand aus der Region ein Mandat; die zuständige Bundestagsabgeordnete ist Rita Grießhaber aus dem Kreisverband Schwarzwald-Baar. Kandidiert haben im WK Freiburg Hans-Dieter Stürmer (15,6 Prozent Erst- und 19,0 Prozent Zweitstimmen), im WK Lörrach Barbara Schroeren-Boersch (8,2 Prozent Erst- und 10,4 ProzentZweitstimmen) und im WK Waldshut Iris Wallascheck (9,1 Prozent Erst- und 9,3 Prozent Zweitstimmen). Aus dem Kreisverband kandidierten zudem Jürgen Grässlin (Emmendingen) und Bärbl Mielich (Ortenau).
Ein wichtiges bundesweites Thema, das im Kreis diskutiert wird, stellt die Asylpolitik dar, kreisweit ist weiter die B 31 aktuell.

1995. In Vorbereitung der Landtagswahlen 1996 werden im Wahlkreis Freiburg-Ost Walter Witzel mit Brigitte Datz als Ersatzkandidatin und im Wahlkreis Breisgau Stephanie Günther mit Doris Morawe als Ersatzkandidatin aufgestellt. Themen der Veranstaltungen und Mitgliederversammlungen im Kreisverband sind Umweltprobleme im Dreyeckland, die Friedens- und Abrüstungspolitik, Gentechnik (Buggingen) und Hochwasserschutz (Hartheim) sowie Landesparteistrukturreformen.

1996. Bei den Landtagswahlen werden Walter Witzel und mit Stephanie Günther erstmal eine Kandidatin im WK Breisgau gewählt. Themen des Jahres 1996 im Kreisverband sind Arbeitslosigkeit und Modernisierung des Sozialstaats, die B 31, die Friedenspolitik, die Beteiligung an Veranstaltungen zu „10 Jahre Tschernobyl“ und die Gentechnik. Der Kreisverband beteiligt sich am Kongress „Reichtum in Deutschland – Geld ist genug da“.
Intern wird die Senkung des Beitrittsalters beschlossen. Der Kreisvorstand besteht aus Uwe Petersen, Gustav Schnepper, Gerlinde Westermayer und Gudrun Wöbbeking (Kasse), ab Oktober 1996 rückt Ralf Schmitt für Gerlinde Westermayer nach. Die Satzung wird überarbeitet.

1997. Uwe Petersen (Hartheim) rückt für Heilwig v. Ditfurth in den Kreistag nach. Politische Themen im Kreisverband sind die Energiepolitik und Castor-Transporte sowie grenzüberschreitende Politik. Der Kreisvorstand besteht aus Ralf Schmitt, Gustav Schnepper, Reinhard Winkler und Gudrun Wöbbeking (Kasse). Der Kreisrundbrief erscheint jetzt als regelmäßige vierseitige Publikation alle zwei Monate.

1998. Bei den Bundestagswahlen kandidiert Wilfried Telkämper (13,6 Prozent der Erststimmen, 20,4 Prozent der Zweitstimmen) im Wahlkreis Freiburg und Bärbl Mielich im Wahlkreis Lörrach, ohne dass ein Bundestagseinzug über die Landesliste gelingt. Bestimmende politische Themen sind die Regierungsbeteiligung im Bund, die ökologische Steuerreform und Atomausstieg und Energiewende. Der Kreisvorstand besteht aus Doris Morawe, Uwe Petersen, Ralf Schmitt und Gudrun Wöbbeking (Kasse). Der Mitgliedsbeitrag wird erhöht und beträgt nun als reguärer Beitrag 30 DM/Monat.

1999. Die Regierungsbeteiligung bleibt das bestimmende Thema. So wird zusammen mit der SPD eine Veranstaltung „100 Tage Rot-Grün“ veranstaltet. Noch herrscht Euphorie über das Reformprojekt. Die Stimmung für „grün“ wird allerdings mit Kriegsbeteiligungen (Kosovo) und dem als schleppend angesehenen Atomausstieg schlechter. Dies zeigt sich auch in den Ergebnissen der Kreistagswahl; es werden nur 9,1 Prozent und sechs Sitze erreicht. Die vierte grüne Kreistagsfraktion besteht damit aus Bärbl Mielich, Helmut Gattermann, Reinhold Pix, Sylvia Riemer, Johannes Drayer (Glottertal) und Waltraud Kannen (Ehrenkirchen).
Till Westermayer rückt für Ralf Schmitt in den Kreisvorstand nach. Der Kreisverband bekommt eine eigene Website.

2000 bis 2005

2000. Der Kreisvorstand besteht aus Harald Lippke, Dora Pfeifer-Suger, Till Westermayer und Gudrun Wöbbeking (Kasse). Unter anderem bietet der Kreisverband ein Halbtagesseminar „Globalisierung und wir“ an. Der Landesverband betritt mit dem „Virtuellen Parteitag“ Neuland; auch der Kreisverband ist aktiv dabei. Das Kreisbüro zieht in eine grüne Bürogemeinschaft in die Haslacher Straße in Freiburg um.

2001. Bei den Landtagswahlen kandidiert im Wahlkreis Freiburg-Ost erneut Walter Witzel und im Wahlkreis Breisgau Stephanie Günther, jeweils erfolgreich gegen Gegenkandidaturen. Walter Witzel wird erneut in den Landtag gewählt. Stars im Landtagswahlkampf waren unter anderem die Verbraucherschutzministerin Renate Künast und die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn, die 300 ZuhörerInnen nach Buggingen bringt.
Nach dem 11. September wird die Weltpolitik (Pazifismus, Terrorismus, Globalisierung) zum bestimmenden Thema auch im Kreisverband.
Helmut Gattermann scheidet aus dem Kreistag aus, seine Nachfolgerin ist Gerlinde Westermayer. Im Kreisvorstand rückt Sebastian Barthmes für Harald Lippke nach. Die Mitgliederversammlungen finden ab jetzt zentral in Freiburg statt.

2002/03. Mit Kerstin Andreae gelingt es erstmals, dass der starke grüne Wahlkreis Freiburg eine Bundestagsabgeordnete stellt. Im Bundestagswahlkampf ist u.a. Joschka Fischer in Freiburg. Im Wahlkreis Lörrach kandidiert Bärbl Mielich (13,1 Prozent als bestes Ergebnis eines ländlichen Wahlkreises), im Wahlkreis Waldshut Iris Wallaschek.
Dank grüner Zuwächse wird die rot-grüne Regierung fortgesetzt und bestimmt auch im Kreisverband die Themen. Daneben stehen Gentechnik in der Landwirtschaft, weiterhin das AKW Fessenheim und der Ausbau der Rheintalstrecke.
Der Ortsverband Hexental feiert 2002 sein 20-jähriges Bestehen.
Der Vorstand besteht aus Frank Riepl, Dora Pfeifer-Suger, Till Westermayer, Gudrun Wöbbeking (Kasse). Seit 2003 ist Trudis Fisch neue Kreisgeschäftsführerin.
In Gundelfingen gründet sich eine Grüne Jugend. Die Satzung wird überarbeitet.

2004. Die fünfte grüne Kreistagsfraktion wird gewählt; sie besteht aus Bärbl Mielich, Reinhold Pix, Johannes Drayer, Waltraud Kannen, Dora Pfeifer-Suger (Müllheim), Frank Riepl (Bad Krozingen), Barbara Schweier (Kirchzarten), Martin Strecker (March) und Leopold Winterhalder (Titisee-Neustadt). Mit 13,7 Prozent wird das bisher beste grüne Ergebnis erreicht, zudem verliert die CDU ihre absolute Mehrheit im Kreistag. Das Wahlprogramm steht unter dem Motto „Nachhaltige Modellregion Breisgau-Hochschwarzwald“. Bei der parallel stattfindenden Europawahl landen Bündnis 90/Die Grünen im Kreis mit knapp 19 Prozent noch vor der SPD.
Politische Themen im Kreis sind das 3. und 4. Gleis, die Sozialreformen und die Proteste dagegen, die geplante gentechnikfreie Region Oberrhein sowie eine Veranstaltung „Schwarzwaldnatur vs. Ski-Events“ am Feldberg.
Der Kreisvorstand besteht aus Frank Riepl, Till Westermayer und Gudrun Wöbbeking (Kasse). Ortsverbände gibt es in Breisach, im Hexental, im Dreisamtal, in Gundelfingen, in Ihringen, im Hochschwarzwald, in der March, als OV Müllheim-Neuenburg sowie für den Südlichen Breisgau. Der OV Gundelfingen/Wildtal feiert sein 20-jähriges Bestehen.

2005. Der freie Platz im Kreisvorstand wird mit Eike von Gierke besetzt. Für die Landtagswahlen im Jahr 2006 werden Reinhold Pix im Wahlkreis Freiburg-Ost und Bärbl Mielich im Wahlkreis Breisgau aufgestellt. Ende Mai sorgt die Ankündigung des Bundeskanzlers für Aufregung, die Bundestagswahlen vorzuziehen und noch im Jahr 2005 durchzuführen. Kerstin Andreae als Kandidatin im Wahlkreis Freiburg wird auf Platz 3 der Landesliste für die Bundestagswahl nominiert; in den Wahlkreisen Lörrach-Müllheim und Waldshut treten Axel de Frenne bzw. Timo Smiescek an.